Erfahrungsbericht

Erfahrungsberichte einiger Stipendiaten

Meine Woche war voller neuer Hoffnung, Dankbarkeit und Leben

Wie war mein erstes Summercamp? Da kommen ganz viele Gedanken in mir
hoch. Schlagwörter wären: Neu, gewohnt, anders, naturnah, intensiv, spannend,
entspannt, abwechslungsreich, aufgehoben, still, laut, inspirierende Menschen...
Die ersten Kilometer danach im Bus waren ganz spannend und ich habe eine
Verbundenheit in mir gespürt, in meinem Körper, so ein Kribbeln in den Füßen und
Händen. Unabhängig davon, was mein Freund gesagt hat oder welche Gedanken
hochkamen. Das klingt noch bis jetzt nach, wobei auch schon wieder alte Muster
aufsteigen. Altbekannte Freunde.

Ich habe den Hof und das Ambiente so sehr genossen! Der See, die Tiere, der
Campingplatz und das großartige Essen. Für mich ist es die perfekte Location,
auch weil sich jeder selbst entscheiden kann ‚wie’ sie/er schlafen will. Die Stille-Plätze beim Essen waren für mich ganz wichtig. Auf der einen Seite war es schön
Menschen zu begegnen, auf der anderen Seite habe ich mir mehr Ruhe
gewünscht.

Das Einzige, was ich echt schade fand, war, dass es jeden Tag einige Workshops gab,
die mich total ansprachen und ich nur einen wählen konnte. J Noch ein Grund mehr, dass, wenn ich nächstes Jahr gesund bin, ich es irgendwie organisieren möchte nochmal zu kommen!

Dass der Katie Call nicht stattfand hat mich nicht gestört, ‚Mein Fest mit mir’ war
eine tolle Alternative. Es ist inspirierend zu sehen, mit welchem Engagement das
ganze ehrenamtliche Team arbeitet. Der Workshop in der Dunkelheit hat für
mich besonders herausgestochen, das war ganz neu für mich und bei den
Popcorn-Works fühlte ich mich so verbunden mit den anderen und nicht mehr so
alleine mit meinen Gedanken. Das Morgenangebot fand ich auch toll, für jeden
etwas dabei.

Mein Krebsthema und die Angst vor den nächsten großen Untersuchungen
begleiten mich noch immer und es ist okay. Ein Begleiter nannte es ‚die
Königsdisziplin‘ und die darf auch noch länger Platz haben. Ich habe im
vergangenen Jahr so viel probiert und alles investiert um etwas ‚Erlösung’ zu
finden, aus der Angst heraus bald zu sterben. Der Druck ist zeitgleich dazu
gestiegen und ich habe mich ein Stück aufgegeben.

Banu ich bin dir total dankbar, dass du mich ermutigt hast auf die Bühne zu
gehen, das war im Nachhinein ganz wichtig für mich und ich erinnere mich
gerne daran. Alles was ich da gesagt habe, ist für mich so wahr. Ich habe mich
nicht durch meine Geschichte definiert und meine Woche war voller neuer
Hoffnung, Dankbarkeit und Leben.

Ich möchte die ‚Work’ im Bereich der Onkologie verbreiten und habe dafür auch
schon einige Ideen! Ich danke Euch für diese Woche und finde es so toll, dass es
so ein Programm gibt!

Lisa

Eine Weltreise um mich herum in sieben Tagen

Ich hatte natürlich entschieden zu zelten. Vom großstädtischen Büroalltag in die Natur auf die Wiese ins Zelt. Um mich herum ein See, Gras und Zeit. Volle sieben Tage lagen vor mir. Trotz dem ganzen Stress der mir noch im Nacken liegt, war ich voller Vorfreude. Wunderbar wie der Hof Oberlethe organisiert, gelegen und mit welcher Aufrichtigkeit jeder Mitarbeiter um das Wohlergehen jedes Teilnehmers bemüht ist. Ich fühle mich vollkommen aufgehoben.

Als Morgenprogramm hat mich das Intuitive Gehen sehr inspiriert. Unter anderem ist die Kulisse wirklich einfach wunderbar. In der Morgensonne, auf dem Feld, die frische Luft. Die Menschen zu sehen, einer nach dem anderen, zusammen, allein, in sich versunken, ergeben ein wunderschönes Bild. Punkte, die verweilen, sich wieder zusammenfinden, eigene Wege gehen und zu wissen, ein Teil davon zu sein.

Von selbst sind meine Gedanken viel positiver. Mit jedem Tag bin ich entspannter und freue mich an den Überraschungen und Dingen, die mir so zustoßen und mich ansprechen. Gewählt oder ungewählt. Die Workshops, die angeboten werden, sind ausgesprochen vielseitig. Individuell, liebevoll, kreativ und humorvoll. Ich konnte meinen Zugang zu The Work vertiefen. Für Fragen sind die Coaches jederzeit offen.

Die Antworten fallen mir zu, tauchen auf und bewegen mich sehr. Manchmal ist die innere Bewegung wirklich Arbeit. Das merke ich unter anderem an meinem Appetit. Die große Auswahl an Gerichten, das fantastische Buffet! Bewegung sein! Die Möglichkeit zwischendurch – am Mittag und Abend in einer großen Halle zu Tanzen hat mir ganz besonders gutgetan und war ein guter Ausgleich zur mentalen Arbeit. Den Sommer zu spüren und mal auch einfach loszulassen und zu genießen.

Die Abendgruppen gaben mir die Möglichkeit ein paar wenige Menschen besonders kennen zu lernen. Unbeschwerte Gespräche zu führen und immer wieder Erstaunen über Gemeinsamkeiten, das Teilen von Vertrauen war wunderbar! Von ganzem Herzen zu Lachen und zu Weinen. Vom Abwenden zum Hinwenden. Ich habe zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, was einen Menschen wirklich ausmacht. Gefühle, Verletzungen, die Wut, Bilder und Gedanken... und dies auf liebevolle Art und Weise aufzunehmen. Die Nähe und die Ehrlichkeit in den Gesprächen haben mir einen neuen Blick auf Menschen, die Welt und mich selbst gegeben.

Viele Teilnehmer/-innen haben mich so herzlich berührt. Die vielen Erkenntnisse, die kleinen Momente, einige Worte haben sich sehr eingeprägt. Vor allem die Krisen werde ich sehr herzlich willkommen heißen. Ich freue mich auf all die kommenden Monate mit The Work.

Ich bin so dankbar für das was ich erleben konnte. Ein besonderes Danke geht an die Menschen, die mir das möglich gemacht haben. All die Momente, die mich die nächsten Monate tragen werden, habe ich auch Euch zu verdanken.

Lauretta

Ein Rückblick in Freude

danke, danke, danke für die Chance, das Summercamp „erfahren“ haben zu dürfen. Das gemeinsame Worken. Die entspannten Energien zwischen jedem Einzelnen. Die Offenheit und innere Weite. Nehmen und Geben konnte ich im Laufe der Woche tatsächlich als Einheit wahrnehmen. Innen und außen gingen ineinander über.

Anders als das Worken auf Papier, mit mir selbst, ließ sich gemeinsam mit so vielen workenden Menschen Interaktion und Kommunikation unmittelbar erleben – und überprüfen. Ich habe eine spürbare Ahnung davon bekommen, wie es sein kann, ohne den Glauben an „Identität“ miteinander (!) zu leben, gemeinsam. Ohne voneinander die Geschichten von Beruf und Herkunft,  Vorlieben und Abneigungen, Rollen und Ich-Bild zu kennen, waren wir uns näher und innerlicher. Innerhalb eines Augen-Blicks konnten mir die Tränen kommen über all die Schönheit und Sanftheit eines Menschen, den ich nie zuvor gesehen hatte. Ähnlich wahrnehmen konnte ich den gesamten Menschen-Organismus, wenn ich nur still da saß und den ganzen Raum zuließ. Es war eine überraschende Erfahrung, dass es weder Sympathie noch Antipathie gab. Dass der Nächst-Stehende/Sitzende der Nächst-Beste war und ich es nicht brauchte, nach jemandem Ausschau zu halten, dem ich intuitiv näherstand als einem anderen.

Ich bin dankbar für die Fülle, die sich in jedem Augenblick an jeder Stelle zeigte: in den aufgestellten Taschentuch-Boxen neben den Stuhlreihen; beim Töne-Tanzen zwischendurch; in der Leichtigkeit, in der die Lehrcoaches miteinander wirkten; in der Freude, die aus so vielen Gesichtern strahlte; in den vielen wunderschönen Stimmen (fällt mir sonst nicht in der Häufigkeit auf); in den Nebelschwaden über dem See, dem weichen Licht im Zelt und der Frische am Morgen; in den immer wieder neuen Blickwinkeln auf die Work („Gefühle worken“; „Wheel of Consent“; „Speed-Working“ „Popcorn-Work“) und in der Großzügigkeit von Lehrcoaches und Teilnehmer/-innen (das Teilen von „gut gehüteten Geheimnissen“; das Geld für Bäume und Küche und Stipendiaten wie mich).

Da war und ist die Freude über die vielen bedachten Details in der

Organisation des Camps. Zum Beispiel wie klug Ihr den Andrang beim Mittagessen entzerrt habt, indem die ersten sich schon einreihten, während die anderen noch tanzten. Oder das Crescendo der Themen: Erst die Workshops für die stärksten Ich-Grenzen, dann das Rütteln an Scham, schließlich die erweiterte Sicht auf globale Themen wie Klima, die dann umgehend ins Handeln überging, schließlich das allumspannende Thema Liebe.

Gestaunt habe ich über die Spontanität des Orga-Teams, als der Katie-Call ausfiel. Das „Fest für mich“ war eine wahrhaft „amazing“ Alternative. So schnell so vielfältige Stationen auf die Beine zu stellen und die Halle dafür einzurichten, war gelebt The Work. Ihr habt daraus die Gelegenheit gemacht, sich einzulassen, über eigene Grenzen zu gehen und es nicht zu müssen. Die Gelegenheit, sich selbst ein Ja oder ein Nein zu erlauben, und beides als gleichermaßen wertvoll zu empfinden. Ausdrücklich habt ihr an die Freiheit erinnert, dass auch Schlafen und ein vermeintliches Versäumen ein „Fest für mich“ sein kann. Toll, eure Kreativität und Leichtigkeit miterlebt zu haben!

Unabhängig davon, dass für mich persönlich Oberlethe ein Katzensprung war, freue ich mich über die Wahl des Ortes. Das weitläufige Gelände mit seinen Nischen, Anlagen und natürlichen Kojen bot genügend Platz, um mit sich allein zu sein, für Rückzug und „Kontemplation“. Das Oberlether Team kam mir vor wie eine Erweiterung des The Work-Teams: herzlich, gebefreudig, einfallsreich. So viele zauberhafte Heinzelmenschen haben unsichtbar dafür gesorgt, dass Waschbecken, Duschen und Toiletten jeden Morgen aufs Neue sauber waren; dass die Räume frisch rochen; dass der Rasen gemäht war und sich Vögel, Insekten, Mäuse und andere Tiere trotzdem noch wohlfühlen konnten; dass das fantastische Essen so lang zur Verfügung stand, dass auch die Späten noch satt wurden. Jeder Tag wurde dabei von einem unbekannten Talent mit einer Kalender-Zeichnung begleitet; einfach so, wunderschön! Besonders gefreut hat mich die Akzeptanz für die Wespen – und der umsichtige Hinweis, was bei einem Stich zu tun sei.

Als ungemein wohltuend habe ich es empfunden, dass keiner sich um die

Belange der anderen gekümmert hat – und auch ich meine Impulse schon im Keim bemerken und sein lassen konnte. Vor allem das möchte ich in meinen Alltag mitnehmen. Ich bin bereit und freue mich drauf!

Es fällt mir fast schwer, diesen Bericht zu beenden. Das Schreiben wirkt wie die Dankbarkeitsmeditation im Summercamp: exponentiell selbstverstärkend.

Deshalb noch einmal: Danke, danke, danke für die Chance, das Camp „erfahren“ haben zu dürfen. The Work ist Selbstermächtigung pur und eine steile Rampe in die innere Freiheit!

Laelia

Bewegende Themen im Plenum und tolle Workshops

Zu The Work kam ich durch eine gute Freundin in der Zeit um den Jahreswechsel 2018/19 herum. Schon in den Jahren vorher hatte sich durch den Buddhismus vieles in meinem Leben verändert. Aber vieles war auch im Unklaren geblieben. The Work hat von Beginn an diese Türen und Ketten gesprengt, hat in den dunklen Bereichen das Flutlicht angemacht. Diese Klarheit!

Schon bald besuchte ich eine offene Gruppe in Berlin und ein paar Seminare. Dort hörte ich auch das erste Mal von der School und vom Summer Camp. Jobwechsel, Geringverdienerin, kurzfristig arbeitslos – die School völlig unerschwinglich! Und das Camp eigentlich auch. Aber dann erfuhr ich vom Stipendium.

Ich bin so dankbar, dass mir dadurch ermöglicht wurde, diese wunderbare Woche auf dem Summer Camp zu erleben! Bereits bei der Ankunft spürte ich die positive Energie derer, die schon wussten, was sie erwartet. Allein die Location ist einfach unglaublich schön. Der bezaubernde Hof und der Zeltplatz um den verwunschenen See (die Sonnenaufgänge!) boten den perfekten Rahmen. Ausgewogenes, frisches, leckeres Essen sorgte für Genuss und ausreichend Energie. Die Tage waren mit Morgenprogramm, Plenum, Workshops und Abendgruppe gut gefüllt, aber nicht übervoll. Es gab immer Zeiten und Pausen, die auch Raum für Rückzug boten. Und vor dem Abendessen gab es die Möglichkeit, sich beim Tanzen die nötige Bewegung zu verschaffen.

Wie ging es mir bei alledem? Ich brauchte zugegeben ein paar Tage, um mich „einzugrooven“. Gewohnt, jede freie Lücke im Tagesplan mit Aktivität zu füllen, hatte mein Körper bessere Pläne für mich: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, mach mal piano! Außerdem forderten mich ernste Themen beim Worken zur Auseinandersetzung in der Stille auf.

Am ersten Tag hatten wir die Aufgabe bekommen: Schreibe eine Liste, was du tun müsstest, damit es dir am Ende des Camps richtig schlecht geht. Nun kehre diese Liste um: Wie verhältst du dich, damit es dir am Ende gut geht? Zur Halbzeit kam die Überprüfung: Habe ich schon etwas von der Liste umgesetzt? Meine Antwort: von der ersten Liste, ja. Verdammt. Zeit für die Umkehrungen! Und auf einmal ging das Licht an! Besonders die zweite Hälfte des Summer Camps habe ich danach in vollen Zügen genossen.

Das Yoga am Morgen hat mir so gutgetan, fantastische Works mit wunderbaren Work-Partnern, bewegende Themen im Plenum und tolle Workshops. Es war schwer, sich jedes Mal für einen Workshop zu entscheiden – so viele hilfreiche und interessante Themen! Und ich war offen für intensive zwischenmenschliche Begegnungen. Was für ein Segen, von Menschen umgeben zu sein, die alle den Wunsch haben, sich selbst und anderen mit Liebe und Respekt zu begegnen!

Und danach? Das Camp ist jetzt über eine Woche her und ich „glühe“ immer noch. Der Alltag läuft, und ich laufe mit, nehme an, was kommt. Konfrontationen, Herausforderungen, ja klar. Aber im Hintergrund das Wissen: Ich habe das Werkzeug bei der Hand, zu verstehen, was mich stresst. War vor dem Camp die Ausbildung zum Coach für The Work noch ein „ich möchte gern“, so ist sie jetzt zu einem „ich werde“ geworden. Und das Gefühl, neue Freunde und Bekannte zu haben, eine Work-Familie, die ich unglaublich gern beim nächsten Camp oder zu anderen Gelegenheiten wiedersehen möchte. Dankbarkeit.

Julia

The Work macht den Weg zum Herzen wieder frei

Zu meinem 30ten Geburtstag (bin jetzt 45) habe ich von einer lieben Freundin ein Buch von Eckart Tolle mit Titel JETZT geschenkt bekommen, was sie wohl nie geschafft hatte selbst zu lesen. Um mich kurz zu fassen, hat dieses Buch mein komplettes Leben nicht nur verändert, sondern vor allem tiefer, ehrlicher und auch klarer gemacht und mich von viel Befangenheit befreit. Und ich dachte ich hätte nun alles was ich bräuchte in diesem Buch gefunden, um ein befreiteres Leben führen zu können. In dem Buch wird viel über einen sogenannten Schmerzkörper erzählt, der in einem wohnt und eigentlich nur darauf wartet sich von unseren schlechten Gedanken und Gefühlen über uns selbst und über andere zu ernähren und so unser Leid aufrechtzuerhalten. Obwohl mir nun immer mehr bewusst geworden war, dass es an der Identifikation mit den Gedanken lag, warum wir uns immer wieder schlecht fühlten und ich nun einige Zeit üben konnte mich nicht so stark mit den Gedanken zu identifizieren, fehlte mir trotzdem noch was, um mich wirklich gut zu fühlen.

Heute weiß ich was fehlte: Es war der Zugang zu meinem Herzen, der immer wieder mit viel zweifelnden Gedanken verschüttet worden war!

Dann bin ich im Internet auf Byron Katie gestoßen und habe mich auf den Weg gemacht die Methode auszuprobieren. Vor ein paar Jahren machte ich dann meine ersten Work-Erfahrungen in Seminaren und Work-Treffs, die von Aha-Effekten bis zu völliger Befreitheit reichten. So sammelte ich einige Erfahrungen mit The Work und war immer wieder beeindruckt von dieser Methode und davon, wie klar und frei ich mich fühlte, wenn ich es schaffte meine Gedanken in Frage zu stellen und sie dadurch auflösen konnte.

Es war für mich trotzdem sehr schwer alleine dranzubleiben, weil ich niemanden zum Austausch hatte und die Seminare auch meistens zu weit weg waren oder das Geld nicht ausreichte oder ich für ein Seminar nicht frei bekommen konnte oder ich mir die 4 Fragen so schlecht selber stellen konnte oder, oder, oder ...!  Es gab irgendwie immer genug Gründe dann doch nicht zu worken und mir nicht die Zeit dafür zu nehmen. Und trotzdem war es immer im Hintergrund ein Begleiter für mich und ich wusste: Gut, dass ich die Work entdeckt habe. Denn wenn der Leidensdruck einmal wieder zu groß werden sollte, habe ich etwas dagegen oder besser gesagt dafür!

 

Insgesamt war ich aber doch unzufrieden mit mir selbst, dass ich mich nicht überwinden konnte und alleine die Work machte, denn eigene Themen, die angeschaut werden wollten, gab es dann doch genug!  Als ich dann etliche Male auf der Summercampseite war, ist mir auf einmal klar geworden, dass ich immer wieder Ausreden finden würde, wenn mir etwas schwerfällt, um es nicht zu tun! Und so habe ich meine momentane finanzielle Situation nicht als Hindernis stehen lassen können und habe mich überwunden und mich einfach für ein Stipendium im Camp beworben. Ehrlich gesagt mit dem Hintergedanken, dass es eh nicht klappen wird, aber dann habe ich es wenigstens einmal versucht! Als ich dann tatsächlich eine Zusage bekam, wusste ich das es nun eine Woche lang keine Ausreden mehr geben wird! Ich war gespannt…! Und einfach nur sehr dankbar, dass ich ausgewählt worden bin!

Nun kam ich im Summercamp an, ohne die Erwartung, dass andere mich glücklich machen müssen, aber mit dem Wunsch Zeit zum Worken zu haben und es mir zugänglicher zu machen...! Ich kann nun nicht anders anfangen, als mich bei dem Summercamp Team zu tiefst zu bedanken! Es herrschte eine unglaublich schöne und vertrauensvolle Atmosphäre auf dem Camp.  Es war alles total gut organisiert und ich fühlte mich wie getragen und einfach nur offen für das, was kommen durfte. Und ich bin mir sicher, dass die innere Haltung des Teams dazu beigetragen hat.  Dieses ehrliche und liebevolle Miteinander, auch mit so vielen Menschen ununterbrochen und das eine Woche lang, ist nicht zu toppen! Es beflügelt und lässt Träume wahr werden. Träume von einer besseren Welt. Ich danke euch allen und auch mir selbst sehr dafür so eine Erfahrung gemacht zu haben.

Auch die einzelnen Workshops gingen immer in die Tiefe und haben mich klar sehen lassen. Es war immer ein Ansprechpartner da und die Art und Weise, wie die Inhalte vermittelt wurden, konnte wirklich nur noch eindringen und integriert werden. Es gab auch immer genug Raum und Stille dafür!  Hin und wieder konnte ich den Gedanken feststellen: „Ach wäre es doch immer so schön!“ Und wer außer mir hat dafür zu sorgen, dass es so schön ist? Wessen Angelegenheit ist das? Wenn nicht meine!

 

Ich habe noch nie mit so viel Freude in mir, an mir und aus mir gearbeitet und auch selten in so kurzer Zeit so viel erreicht. JETZT freue ich mich sehr in meinem Leben einfach loszuworken und keine Ausreden mehr zu brauchen! Danke an alle die dieses Stipendium ermöglicht haben, denn es ist von unschätzbarem Wert.

Ich kann das Summercamp jedem der The Work kennt oder kennen lernen möchte von Herzen empfehlen, weil The Work den Weg zum Herzen wieder frei macht!

Doris

The Work ist etwas ganz Fantastisches und ich glaube, damit kann ich wirklich etwas in meinem Leben ändern.

Ich hatte im Februar den Antrag für ein Stipendium online gestellt. Ich bekam die Rückmeldung, dass es versendet wurde. Ende Mai sollte entschieden werden wer ein Stipendium bekommt. Anfang Juni fragte ich nach, weil ich so gar keine Rückmeldung bekam. Ich bekam die Auskunft, dass mein Antrag nicht eingegangen wäre und die Stipendien schon vergeben wurden! Ich war im Februar so stolz und froh den Antrag so frühzeitig erledigt zu haben. Ich bin sonst eher phlegmatisch und dann so etwas… Ich war am Boden zerstört und der Film in mir ging los: „Ich habe nur Pech, immer passiert mir so etwas, war ja klar, dass so etwas bei mir passiert...“

Mir wurde die Teilnahme dann zum Frühbucherpreis angeboten. Ich wollte mir dafür Geld leihen, da es mir wichtig war daran teilzunehmen. Umso überraschter war ich, als ich am 23.07.2019 eine Mail von Euch bekam, dass aufgrund von weiteren Spenden mir doch noch ein Stipendium angeboten werden kann. Ich konnte es erst gar nicht fassen und habe geweint vor Dankbarkeit!

Ich danke euch nochmals ganz herzlich dafür! Das Camp ist so schöööön und wertvoll! Anfänglich war ich sehr verunsichert, hatte Angst mich nicht integrieren zu können, keinen Anschluss zu finden, Angst vor der Work, was da hochkommt und was es mit mir macht.

Schon bei der ersten Work, Urteile über deinen Nächsten, hatte ich eine tiefe Erkenntnis. Es ging um meine Mutter, dass ich meinte, sie versteht nicht, wie es mir geht. Zum Schluss der Work kam die Erkenntnis aus dem tiefsten Inneren, dass ein Teil von mir meine Mutter abstrafen möchte, weil sie in meiner Kindheit emotional nicht so für mich da sein konnte, wie ich es gerne gehabt hätte. Dies war mir vorher nicht so bewusst.

Dieses abstrafen Wollen kam die Woche noch häufiger als Thema bei den Works, wenn es darum ging, dass früher die Menschen nicht so reagierten, wie ich es mir erwünscht/erwartet hatte.

Die nächste große Erkenntnis hatte ich bei der Work zum Thema Gesundheit – meine Kniearthrose und die Schmerzen. Bei der Work kam heraus, dass ich die Kniearthrose mit meiner verstorbenen Schwester gleichsetze. Dass ein Teil in mir meinte, ich ende so wie meine Schwester – als hilfloser Pflegefall, bettlägerig.

Die Knie kamen auch noch in einer anderen Work zum Tragen. Da ging es darum, was mich abhält meine Wünsche zu leben – Angst. Ich habe diese Angst geworkt und diese Angst macht meine Knie steif und starr.
Nach diesen beiden Erkenntnissen geht es meinen Knien momentan ganz gut, sie sind auch schmerzfreier und stabiler!

Am besten fand ich die Work zum Thema Liebe. Ich habe so tief gefühlt und erkannt, was meine Anteile bei dem Scheitern der Beziehung waren und wie ich meinen Partner behandelt habe, dass das von mir auch keine liebevolle Behandlung war. Das war WOW, vor allem die Erkenntnis, dass ich in erster Linie Selbstliebe brauche und diese zum Abschluss der Woche auch fühlen konnte. Das ist ein so herrliches und überwältigendes Gefühl! Es wird alles viel leichter und schöner.

Ich hatte jetzt zuhause im Alltag auch schon zwei Situationen, wo ich in Selbstliebe zu mir gehandelt habe, was ich vorher nie gemacht hätte.

Es ist schön in der Woche des Camps die Veränderung bei mir selbst zu sehen. Ich habe zum Schluss sogar die Menschen geliebt, über die ich am Anfang vorschnell geurteilt hatte. Bei anderen Teilnehmern fiel mir auf, wieviel weicher sie im Gesicht und der Körperhaltung wurden.

Die Lehrcoaches, Coaches, Abendgruppenleiter und Staffs waren alle wundervoll, liebevoll, zugewandt und ansprechbar.

Zum Schluss hat mich noch sehr gefreut, dass es drei Teilnehmerinnen im Camp gab, die meine Kontaktdaten haben wollten, um den Kontakt zu mir zu behalten. Die letzten Jahre bin ich aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Glaubenssatz durch Welt gelaufen: „Niemand will mich.“

Derzeit denke ich anders und hoffe es bleibt so.  The Work ist etwas ganz Fantastisches und ich glaube, damit kann ich wirklich etwas in meinem Leben ändern.

The Work sollte man am besten selbst erleben und erfühlen, um sie richtig zu verstehen. Einfach ausprobieren, für Neuinteressierte am besten im behüteten Rahmen des Camps (ich selbst kam vorher alleine mit dem Buch „Lieben was ist“ nicht so gut weiter).

Liebes Camp-Team, ich danke Euch nochmals von ganzem Herzen!

Angelika

Einfach atemberaubend

Als erstes muss ich erwähnen, dass ich das Glück hatte, für ein Stipendium ausgewählt worden zu sein, so dass ich damit die Chance bekam, am The Work Summer Camp 2019 teilzunehmen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und bin auch sehr dankbar dafür.
Angereist bin ich jedoch erstmal mit gemischten Gefühlen. Ich nahm zum ersten Mal am Summer Camp teil und obwohl ich viel Gutes gehört hatte, wusste ich dennoch nicht genau, was auf mich zukommt. Auch hatte ich Befürchtungen, dass mein derzeitiger “Wissenstand” in Sachen The Work nicht ausreichen könnte, um “wirklich erfolgreich” sein zu können.

Am Anreisetag wurde ich von allen, die mir begegneten und eine Funktion innerhalb des Organisationsteams übernommen hatten, sehr freundlich in Empfang genommen. Das hat mir sehr geholfen, gut anzukommen und mich wohl zu fühlen. Beeindruckt hat mich auch der schöne Hof Oberlethe, seine Größe und Lage. Später lernte ich auch die vielen Möglichkeiten, trotz der vielen Menschen auch in Stille sein zu können, sehr zu schätzen.
Von Anfang herrschte zwischen allen Menschen eine gute und positive Grundstimmung, was mir sehr angenehm aufgefallen ist. So richtig zugehörig fühlte ich mich allerdings noch nicht, viele schienen sich sehr gut zu kennen und lagen sich permanent in den Armen. Damit konnte ich zunächst noch nicht so viel anfangen. Aber recht schnell lernte ich ein paar Leute kennen, man lief sich immer wieder über den Weg und ich fühlte mich schon integrierter. Auch half der ganze Programmaufbau, schnell reinzukommen und sich zugehörig zu fühlen. Bereits am ersten Abend gab es ein Treffen für alle, man wurde sofort in eine Struktur eingebettet, was ich gerade als Anfängerin gut fand.

Gut gefallen hat mir, dass das Tagesangebot sich über den ganzen Tag erstreckte. Es begann mit den Morgengruppen und endete abends mit dem Treffen der festen Abendgruppen. Schnell entwickelte sich zwischen den Gruppenmitgliedern der Abendgruppe eine besondere Nähe.

Auch die recht großen Pausen zu Mittag und Abend fand ich sehr gut, hier konnte man die Zeit für sich individuell nutzen. Ich war an manchen Tagen so erschöpft, dass ich z.B. genug Zeit hatte, mich nach den Essenspausen und dem Austausch mit anderen Teilnehmern etwas hinzulegen und neue Kraft zu schöpfen.

Gut fand ich auch, dass bei den einzelnen Programmpunkten die Teilnehmer oft neu gemischt wurden und sich so immer wieder die Gelegenheit ergab, dass sich erfahrene und nicht so erfahrene Teilnehmer mischen und kennenlernen konnten. Auch die immerwährenden Hilfsangebote bei Fragen, Problemen und Unsicherheiten gaben jedem von uns immer wieder das Gefühl, aufgefangen zu werden.

Inhaltlich am meisten beeindruckt haben mich die Themen, bei denen ich am schnellsten an meine “wunden Punkte” kam. Einfach atemberaubend, mit welcher Dynamik man bei seinen Themen landen kann und wie man sie, zumindest teilweise, auflösen kann. Hier hatten sowohl das Plenum als auch das Nachmittagsprogramm sehr gute Angebote, so dass es mir manchmal schwerfiel, mich für eines zu entscheiden. Besonders gut fand ich die z.B. die Themen “Scham”, “Der Einverständnis-Kreis”, “Ich will, dass eine bestimmte Person mich liebt”, “Ich muss” oder “Zukunftsängste”.

Im Prinzip haben mir jedoch alle Angebote weitergeholfen und immer irgendetwas gebracht. Am Ende kreist man ja immer um dieselben Themen, egal aus welcher Richtung man sie angeht.

Bereits gegen Mitte der Woche bemerkte ich an mir, wie ich immer gelöster wurde, mich einfach besser in meiner Haut fühlte und nun auch immer häufiger andere Menschen umarmen musste... 🙂 Schön zu sehen war auch, dass mir diese Veränderungen auch bei den anderen auffielen.

Immer mehr verstand ich, dass es nichts gibt, was man nicht überprüfen kann. Selbst die Angst vorm Tod, vor Umweltkatastrophen oder Altersarmut kann man mit den vier Fragen bändigen. Denn das Schlimmste, was eigentlich passieren kann, ist ein nicht überprüfter Gedanke...

Am Ende des Summer Camps war ich von Liebe und Dankbarkeit durchzogen. Ich hatte zum ersten Mal, seit ich mich mit The Work beschäftigte, das Gefühl erfahren zu haben, um was es eigentlich geht. Sicher habe ich nicht alle Probleme gelöst, aber ich habe auf das ein oder andere Problem eine andere Sicht, und das Problem hat somit an Bedeutung verloren. Im Alltag, der bei mir leider wieder sofort einsetzte, ist es natürlich schwierig, diese gute Stimmung, die gerade auch am Ende des Summer Camps noch einmal verbreitet wurde, in voller Größe aufrecht zu erhalten. Aber ich habe mir fest vorgenommen, mit The Work das ganze Jahr über am Ball zu bleiben und im nächsten Jahr wieder beim Summer Camp teilzunehmen!

Vielen Dank für dies alles :-)!

Herzliche Grüße,
Angela

Angela

Nachlese Summer Camp 2018

Ich war das erste Mal beim The Work Summer Camp dabei und ich durfte ein Stipendium für die Teilnahme in Anspruch nehmen.

Wie kommt man zu einem Stipendium?

Nachdem ich mich mit The Work meinem Glaubenssatz „Ich darf nicht um Hilfe bitten“ gewidmet hatte, nachdem ich einige Arbeitsblätter über den vtw und die Leute im Camp ausgefüllt und geworkt hatte, war es soweit: Ich habe den Antrag auf der vtw-Seite ausgefüllt und abgeschickt.

Einige Wochen später bekam ich die Zusage für das Stipendium. Und es war klar: Ich würde zu meinem ersten The Work Summer Camp fahren!

Von Freunden hatte ich schon gehört, wie sie begeistert von der Zeit im Summercamp erzählt hatten und die Erfahrungsberichte auf der vtw-Seite waren auch so voller Begeisterung. Ich fuhr mit großer Vorfreude nach Oberlethe.

Und es war wunderbar!                                                                                                                           Schon bei der Begrüßung konnte ich die freundliche Atmosphäre spüren.                                  Alles war ganz ohne Hektik und sehr gut organisiert.

Besonders hat es mir gefallen, mit welcher Wertschätzung, Freundlichkeit und Offenheit Anfänger, „alte Hasen“, Lehrcoaches, Helfer und Kinder miteinander umgingen. Jede Person durfte einfach so sein, wie sie war.

Der Tagesablauf mit Morgenprogramm, Plenum, Nachmittagsprogramm, Workshops, Abendgruppen und viel Zeit zum Worken bot wirklich viel

Gelegenheit zum Bearbeiten meiner stressigen und belastenden Gedanken.

Auch in den Pausen habe ich oft noch meine Gedanken schriftlich hinterfragt oder ich habe einen der Teilnehmer gefragt, ob er Zeit für eine Work mit mir hat.

Die Möglichkeit, wann immer ich möchte in Stille zu sein, fand ich sehr schön.                           Ich wohnte im Zelt auf der Wiese am See und hatte dort immer wieder einen

Ort um Ruhe zu finden, dem Rauschen der Bäume zuzuhören und den gefundenen Umkehrungen nachzuspüren.

Sehr hilfreich war die Abendgruppe war für mich. Hier fand ich emotionalen Halt und freundschaftlichen Austausch in einer kleineren Gruppe.

 

Die Themen des Camps, die im Plenum und in den Workshops behandelt wurden waren alle aktuell für mich und bei einigen Workshops hätte ich gern an mehreren gleichzeitig teilgenommen.

Am Mittwoch war Katie-Call. Ich fand es sehr beeindruckend zu beobachten, wie Katie mit Teilnehmern des Camps sprach, wie sie mit ihnen geworkt hat und wie sehr sie Frieden und Liebe lebt.

Die Lehrcoaches, die Helfer und das gesamte Team haben eine tolle Arbeit geleistet. Ihr persönlicher Einsatz war wirklich enorm. Manchmal sah man es ihnen auch an, dass die Besprechungen und Vorbereitungen für jeden dieser besonderen Tage Kraft gekostet haben. Aber die Begeisterung für ihr Tun war in jedem Moment zu spüren! Ganz herzlichen Dank für Euren Einsatz!

Ich habe jeden Tag gemerkt, wie gut es mir tut, meine belastenden Gedanken über mein Leben, meine Mitmenschen, meine Gesundheit zu hinterfragen und wie wunderbar es ist, wenn ich feststelle, dass es genauso gut auch anders sein könnte, dass es kein Richtig und kein Falsch gibt.

Auch Unterkunft, Aufenthalt, Verpflegung – die liebevolle Rundumversorgung auf dem Hof Oberlethe machte diese Woche Summercamp zu einer meiner besten Zeiten. Und ich bin den Spendern für das Stipendium von Herzen dankbar, dass ich diese wunderbare Woche erleben konnte!

 

 

 

Martina

Ich habe dort Freundschaft entdeckt und Liebe

The Work begleitet mich seit einigen Jahren immer wieder, bis zu diesem Summercamp allerdings eher sporadisch.

Vor ca. 16 Jahren bekam ich das Buch „Lieben was ist“ geschenkt, fand es ansprechend, konnte aber noch nicht wirklich etwas damit anfangen. Sollte es wirklich so einfach sein, wie diese Byron Katie da schreibt? Typisch amerikanisch – dachte ich. Und legte es weg.

 

Bis ich vor vier Jahren über einen Artikel über „The Work“ stolperte. Irgendetwas daran fesselte meine Aufmerksamkeit, ich kaufte das Buch neu und tat, was Katie NICHT empfiehlt: mein schlimmstes Trauma als allererstes und alleine zu worken. Vier Stunden später war da nur noch Lachen und Freiheit. Ich war kein Opfer mehr, das Erlebte hatte allen Schrecken verloren!

 

Letztes Jahr dann die Ausbildung zum Coach, wo ich zum wiederholten Mal vom Sommercamp hörte. Was war ich glücklich, als ich die Zusage für ein Stipendium bekam, ohne das mir das Camp nicht möglich gewesen wäre!

 

Wie verzaubert liegt Hof Oberlethe und schon die Begrüßung vom Team war toll – ich habe mich sofort willkommen gefühlt.

 

Hatte ich Erwartungen? Oh ja, sicher. Aber ich konnte die Gedanken dazu nicht finden. Es war eher so ein Gefühl, als ob das eine gute Woche werden würde. Tatsächlich war ich überrascht von der Vielfalt der Menschen hier und wie selbstverständlich jede/r einfach da und sie/er selbst sein konnte.

 

Anfangs wollte ich immer mitten im Geschehen sein, ja nichts verpassen und in Stille zu sein schien mir für mich nicht wichtig. Aber schon die verschiedenen Morgen-Angebote gingen tief und brachten so viel! Ich liebte das intuitive Gehen und praktiziere es auch jetzt noch fast täglich. Dabei kann, genau wie bei den Workshops, richtig viel passieren im Inneren. Zum Glück war der Hof weitläufig genug, um dann doch die dringend benötigte Stille und Einsamkeit zu ermöglichen.

 

Richtig überrascht war ich von den Workshops: Ich hatte nicht mit einer so großen Vielfalt gerechnet und so tollen Coaches! Hier war es dann so, dass ich gerne einen Klon mitgehabt hätte: Die Entscheidung für ein bestimmtes Thema war nicht immer einfach, waren doch die anderen ebenso spannend!

 

Ich habe es geliebt, mit welcher Selbstverständlichkeit und Zugewandtheit die Lehrcoaches und Coaches agierten! Für Fragen offen waren, sich nicht als „Guru“ darstellten, sondern im Gegenteil sich auch zeigten in dem, was sie bewegte.

 

Das war auch etwas sehr Überraschendes für mich: Knapp 200 Menschen, unterschiedlichst und einzigartig und trotzdem: Jedes angesprochene Thema, jede Angst kannte ich auch! Sollten wir tatsächlich so gleich sein? Sollten wir tatsächlich alle dieselben Gedanken glauben? Nichts Neues dabei?

Es scheint so 😉

 

Das Worken und das Sein mit allen diesen Menschen hat die Welt für mich geöffnet. Sie ist riesengroß und ganz klein geworden für mich, vollkommen zugänglich und mit allen Möglichkeiten plötzlich. Ich habe gesehen, dass die Welt schon immer offenstand, ich das nur nicht sehen konnte für mich.

Ich habe dort Freundschaft entdeckt und Liebe. Und ein Stück weit mich selbst – wohl mit das größte Geschenk.

 

Und jetzt?

Wieder zu Hause worke ich jetzt fast täglich, denn dieses Gefühl von Selbstermächtigung, vom JA zu mir und allen anderen möchte ich nicht mehr missen. Und „The Work“ hat sich für mich als am Hilfreichsten dafür herausgestellt.

Nach zwei Wochen ist diese Verbundenheit mit allen um mich herum immer noch so stark und das Schönste dabei: ICH bin es, die sie immer wieder herstellen kann in mir, sollte sich das ändern 🙂

 

Auch Dinge im Außen haben sich ereignet, die ohne das Summercamp vielleicht so nicht stattgefunden hätten. Nur eines davon, der Bericht ist so schon sehr lang: Bei einem

Vorstellungsgespräch direkt nach dem Camp habe ich wohl so überzeugt, dass ich diesen richtig tollen Job bekommen habe. Nach sehr langer Zeit der Suche.

 

Ein ganz großes Danke an alle, die das Camp ermöglicht haben! Lehrcoaches, Coaches, Staff, die tollen Mitarbeiter am Hof Oberlethe und nicht zuletzt auch meinen persönlichen Weckern ;-).

Marion

"Ich komme nur, wenn ich 10 Fehler machen darf!"

Womit bin ich im Camp angekommen?

Ich bin im Camp angekommen mit dem Vorsatz mich mit meinen Themen nicht zu übernehmen, da ich noch große Schmerzen beim Ankommen hatte. Diese sind dann innerhalb von 2 Tagen verschwunden. Ich habe mich sehr auf die Angebote der Coaches und der anderen Teilnehmer eingelassen. Die Work und die Fragetechniken habe ich sehr intensiv wirken lassen und verfolgt.  Der Besuch über Leinwand von Byron Katie hat mich sehr beeindruckt. Ja es war diesmal sehr gut für mich, mich zu reduzieren, die ganzen Eindrücke und Informationen zu verarbeiten. Ich habe sehr davon profitiert meine eigenen Themen sehr einzugrenzen, so kann ich mich immer noch gut erinnern.

 

Was ist dann passiert?

Das Angebot von Irmi hat mir besonders gut gefallen mit dem Thema: ZIELE VERFOLGEN/ERREICHEN. Als Beispiel habe ich das Erreichen vom Summercamp genommen, wie ich dem Ziel näher gekommen bin das Stipendium und die Reise in die Tat umzusetzen. Dabei spielten natürlich die große Freude und die Neugierde eine große Rolle. Und das einfache TUN und nicht weiter drüber nachdenken. Das habe ich jetzt im Bewerbungsgeschehen mit Erfolg umgesetzt.

 

Wie geht es mir jetzt?

Es geht mir jetzt sehr gut. Ich habe auch vom Summercamp eine Workerin, welche auch ähnliche Themen zu bearbeiten hat und wir uns sehr gut ergänzen. Und ich weiß, dass jede Work eine Work für jeden ist, alle Gedanken haben wir schon mal gedacht, alle Themen denken wir zusammen.

Ja, ich worke jetzt regelmäßig. Ich würde gerne ein Seminar mit The Work machen wollen. Natürlich auch die Coachausbildung. Jetzt steht aber erst einmal eine neue, sehr interessante Arbeit an. Ich bekomme in 2 Wochen Bescheid wie es klappt.

Ich fahre nächstes Jahr wieder ins Summercamp. Vielleicht habt ihr eine Idee, wie ich an Info`s komme, wer von den Coaches wann und wie und was anbietet?

Ja und das wichtigste ist mein Armband "Jenseits von richtig und falsch.“ Somit hat meine Fehlerkultur begonnen. Ich versuche jetzt oft Fehler zu machen und auch vorher anzukündigen. Bei meinem Freund habe ich am Wochenende gesagt: "Ich komme nur, wenn ich 10 Fehler machen darf!!!!!!!!!!!!!!“

Vielen Dank für die schöne Zeit und das Stipendium!


Die Work hat mein Leben radikal, positiv verändert

Ich kenne die Work schon viele Jahre durch den Lehrcoach Suse. Die Work hat mein Leben 2014 radikal, positiv verändert.

Trotz großer Krise und Trennung von meinem Ehemann Holger, können wir weiterhin in Frieden gemeinsam in einem Haus leben.

Ich bin so dankbar dafür!!!

Vom Sommercamp Oberlethe habe ich viel Gutes gehört, doch was ich in diesem Camp erlebt habe, überstieg meine Erwartungen um ein Vielfaches.

Ich fuhr am 07.08.2017 an einem wunderschönen Nachmittag auf den Hof Oberlethe. Die Energie, die mir begegnete, war unglaublich.
Das Team war sehr herzlich und Alles war so... super organisiert.

Das Programm (Morgenaktivitäten, Plenum, Workshops, Abendgruppen) beinhaltet alles, was man sich wünschen kann.

Die Auszeiten waren perfekt gewählt, der Ort einfach super, um in die Stille zu gehen.

Was konnte ich feststellen: Alle Menschen, die im Camp waren, wollten Veränderungen und sehen ihre eigenen Anteile.

Die Menschen mochten offen über ihre Themen sprechen und diese auf der Bühne vortragen. Das fand ich so beindruckend und ich konnte gleichzeitig feststellen, dass wir Alle die gleichen Themen haben.

Es gibt nichts Neues!!
Man muss sich nicht schämen, man kann auf die Bühne gehen.

Das werde ich beim nächsten Sommercamp umsetzen!

Beim „Worken“ bekam ich immer die richtigen Partner.
Ihre Themen waren zu dieser Zeit auch immer meine.
Das hat mich ziemlich gerockt. Das Universum ist freundlich!
In dieser Woche habe ich viele Themen aus meinem Leben „geworkt“.

Was hat das mit mir gemacht: Ich war durcheinander;
Ich habe geweint;
Ich habe gelacht;

Ich war sprachlos; Ich war erschöpft.

Sieglinde Gerwing Hannack 1

Sommercamp Bericht 2017

Ich bin jeden Mittag und Abend an den wunderbaren kleinen See gegangen und konnte mich dort nach jedem dieser emotional anstrengenden Tage entspannen.

Ich konnte in die Stille gehen, um wieder Kraft zu tanken. Trotz Regen war dieser Ort vollkommen!!

Die „Trau dich Party“ war der krönende Abschluss. Diese kurze Vorbereitung und so eine geniale Show. Wir haben stundenlang allein und gemeinsam getanzt.

Wir haben uns umarmt, es war so schön........!!

Im Nachgang passieren unglaubliche Dinge:
Zwei Wochen nach Ende des Sommercamps begegnete ich meiner Affäre.

Ich konnte jetzt mit vollen Herzen diesem Mann mitteilen, dass er mir tatsächlich mehr bedeutet als Sexualität und Spaß.

Durch diese Offenheit merke ich, ist auch bei ihm ganz viel passiert. Er begegnet mir jetzt ehrlicher und ernsthafter.

Ich liebe die Work!

Danke, dass ich das Stipendium bekommen habe!!
Ich konnte so „The Work“ noch in einem tieferen Umfang erleben.

Aus dem Sommercamp kam ich sehr reflektiert, tief zufrieden und mit einer fantastischen Energie zurück. Ich möchte immer wieder dabei sein. Kein Urlaub hat mir bisher so viel geschenkt.

Danke Ihr Lieben für diese schöne Zeit.

Danke an das ganze Sommercamp Team 2017, ihr seid großartig und unglaublich liebenswert!

Herzlichen Dank !!! Lindy

Sieglinde Gerwing-Hannack

Jedes Mal fühlt es sich an wie nach Hause kommen

Ich habe das The Work Summercamp vor vier Jahren zum ersten Mal besucht und seit dem begleitet es mich jeden Sommer. In diesem Jahr habe ich mich für ein Stipendium beworben und habe Luftsprünge gemacht, als ich erfuhr, dass mir eines angeboten wurde. Natürlich willigte ich ein und fuhr am Anreisetag voller Vorfreude und Aufregung auf den wunderschönen Hof Oberlethe. Ich war so glücklich, als ich all die bekannten und auch die neuen Worker*innen gesehen habe und ich viele nach einem Jahr endlich wieder in die Arme schließen konnte. Jedes Mal fühlt es sich an wie nach Hause kommen. Nach Hause kommen, nach einem sehr intensiven, nervenaufreibenden Tag und dann getragen werden von vielen vielen liebevollen Menschen.

Dieses Jahr habe ich beschlossen mich selbst vor eine kleine Challenge zu stellen: Ich schlafe allein im Zelt und nicht in einem der gemütlichen Zimmer. Also schlug ich mein Zelt auf, zwischen der Pferdekoppel und dem See – die schönste Kombination, die es für mich wohl jemals geben könnte. Es war außerdem das erste Jahr ohne meine ganze Familie.

In diesem Jahr war es für mich ganz besonders spannend, mich selbst zu beobachten. Ich bin auf den Hof gefahren mit großem Liebeskummer, mit Trauer um einen Freund und dem Wunsch zu Hause auszuziehen. Dies sollten meine Workthemen für diese Woche sein. Dachte ich! Durch das Austreten aus meiner Komfortzone hat mich die Woche durch ganz andere Themen getragen: Angst allein im Zelt zu schlafen, Angst nicht dazu zu gehören und den Schmerz von dem Gefühl abgelehnt zu werden. Ich habe mir jedes Thema sofort geschnappt und es mit The Work bearbeitet und es war so interessant zu sehen, wie sich meine Wahrnehmung auf die Dinge tatsächlich drastisch und sofort verändert hat.

Nach einer Situation, in der ich mich von Freunden sehr abgelehnt gefühlt habe, wachte ich am nächsten Tag schon mit dicken Tränen in den Augen in meinem Zelt auf. Ich ging zum Morgenprogramm, eine Art Bewegungs-wach-werde-Meditation, welche mich sehr unterstützt hat, ins Hier und Jetzt zu kommen. Nach einem leckeren Frühstück habe ich mir im Plenum Zeit genommen, um ein Arbeitsblatt über jene Situation vom Vorabend zu schreiben. Ich ließ mich durch die Sätze meines Arbeitsblattes von einer Mitworkerin begleiten und meine traurige, finstere Miene wandelte sich immer mehr, bis der ganze Schmerz in Lachen, Verbundenheit und Dankbarkeit für die Ehrlichkeit meiner Freunde mündete.

Das ist ein Beispiel von mehreren Situationen, durch die ich in dieser Woche getragen wurde. Auch die Angst allein im Zelt zu schlafen, wandelte sich und ich wurde von Nacht zu Nacht ruhiger. Schließlich konnte ich die letzte Nacht sogar tief und fest schlafen und wachte dann auf, als das Morgenrot durch mein Zeltfenster direkt in mein Gesicht schien und stellte fest wie freundlich das Leben zu mir ist. Dank The Work! Das war eine so besondere Erfahrung für mich und so wunderschön zu bemerken, dass alles was passiert für mich geschieht auch wenn ich im ersten Moment denke, dass es das nicht tut.

Die Übung auf Süßes, Kaffee oder Alkohol zu verzichten hat für mich auch sehr gut funktioniert. Mich hat die gesunde und weitestgehend vegane Ernährung sehr unterstützt. Ich konnte richtig wahrnehmen, wie gut es meinem Körper tut vor allem ohne den Zucker zu leben.

Ich möchte jedem einzelnen Staffmitglied danken, dass sie dieses Summercamp möglich gemacht haben. Ich bin sehr sehr dankbar für jede einzelne dieser Begegnungen, die ich bisher nur im Summercamp so intensiv und echt erlebt habe. Wenn es meine Zeit zulässt, werde ich nächstes Jahr wieder ins The Work Summercamp fahren, weil es einfach großartig ist.

Lucia Dambeck

Eine Reise zu mir nach Hause

Ich war ja so aufgeregt und unendlich dankbar, als ich erfuhr, dass ich tatsächlich für ein Stipendium für das The Work Summer Camp 2017 ausgewählt wurde.
Also hieß es am 07. August vom Allgäu aus mit dem Zug auf nach Oldenburg und dann zum Hof Oberlethe. Als wir am Montag Abend mit 3 Stunden Verspätung ankamen war dort schon reges Treiben und wir wurden so herzlich empfangen. Als erstes gab es dann das wundervolle Abendessen und viele Menschen und Gesichter zu sehen. Manche schon bekannt, viele noch unbekannt, aber schon da seltsam vertraut.

Schon bei der Einführungsveranstaltung am selben Abend fühlte ich mich unglaublich getragen und inspiriert. Zu erleben wie so viele Menschen sich auf den Weg gemacht haben, zu sich selbst und zur Wahrheit. Ein Teil dieser Gruppe zu sein, gab mir Kraft, Zuversicht, Freude und richtig Lust auf die folgende Woche.

Die ersten 3 Tage verbrachte ich hauptsächlich in Stille. Die Möglichkeit zu haben, dies frei zu wählen war ein riesiges Geschenk. Wenn ich wollte konnte ich einfach mein Namensschild umdrehen uns so mit den Worten 'In Stille' umhergehen. Alle waren so freundlich und achtsam dies zu sehen und zu respektieren. Beim Essen gab es einen extra abgeteilten Bereich für die „In Stille – Esser“. Als berufstätige, alleinerziehende Mama, die seit der Geburt ihrer Tochter vor 5,5 Jahren nichts mehr allein unternommen hatte, war die Stille einfach wunderbar. Ich begegnete mir und meinen Bedürfnissen. So tiefgreifend, so wahrhaftig, dank dem wundervollen Team aus Lehrcoaches und Stuff die hier einen Rahmen geschaffen hatten, indem ich mich völlig auf mich und meine Prozesse einlassen konnte. Und auch der Hof Oberlethe mit seinen wunderschönen stillen Orten, dem Meditationspavillion z.B. und der köstlichen Verpflegung unterstütze mich enorm.

Im weiteren Verlauf genoss ich sehr die Zeiten im großen Plenum, zu dem alle Teilnehmer gemeinsam in der Oberlethehalle waren und wir von den Lehrcoaches behutsam an verschiedene Themen herangeführt wurden, verschiedene Übungen gemacht wurden, um anschließend Arbeitsblätter auszufüllen und dann mit einem Partner zu worken. Jeder Workpartner passte auf wundersame Weise perfekt zu mir und meinen Themen, es war erstaunlich.

Und nach einer Weile hatte ich wirklich das Gefühl die Menschen hier schon lange zu kenne, jedes Gesicht war so wunderschön und so vertraut.

Immer wenn jemand etwas mit uns anderen teilte, also davon sprach wie es ihm erging, erlebte ich die riesige Verbundenheit mit allen Anwesenden und wie sehr wir uns doch alle ähnlich sind, v.a. darin uns selbst zu malträtieren, wenn wir unsere Gedanken unüberprüft glauben.

Das Gefühl, ein Teil dieser Familie zu sein und nicht alleine zu sein mit all meinen Selbstzweifeln, werde ich nie vergessen.

Und das gepaart damit, in der Work endlich den Schlüssel gefunden zu haben, durch das prüfen meiner Gedanken in Frieden mit mir kommen zu können – zu mir nach Hause kommen zu können, in mein Herz, zu meinen Antworten und zu erleben, dass alles was ich brauche in mir schon da ist, war phänomenal.

Das ganze Programm mit den Morgen- und Mittagsangeboten, dem Plenum, den Workshops, den Bewegungs- und Stillemöglichkeiten, der Live-Schaltung zu Katie und meiner wundervollen kleinen Abendgruppe, die mir so viel Halt gab und so wichtig war für mich. Das alles war einfach perfekt.

Diese intensive und inspirierende Erfahrung wurde mir durch das Stipendium ermöglicht und ich danke aus tiefstem Herzen Allen die dazu beigetragen haben, dass ich dabei sein konnte und das Beschriebene und noch viel mehr erleben durfte. Ob mit ihrer Spende, ihrer Arbeit, ihrem Einsatz als Team oder ihrer Anwesenheit als Teilnehmer.

Diese Woche ist eine Kostbarkeit in meinem Leben und sie wirkt weiter in mir, jeden Tag, immer noch – so intensiv!

DANKE!

Natalie Krausen

Hier ist der Himmel auf Erden

Mein Summercamp 2017

„Hier ist der Himmel auf Erden.“
Diesen Satz habe ich am vierten Tag im Summercamp aufgeschrieben und er beschreibt meine Erfahrungen bei Euch sehr zutreffend 🙂
Schon als ich ankam, bemerkte ich die weiche Atmosphäre, die auf dem ganzen Hof herrschte und mich gleich herzlich mit aufnahm. Ich wurde von Euch so herzlich willkommen geheißen, dass ich schon beim Einchecken wusste, dass ich keinen Fehler gemacht hatte und jeder weitere Tag war ein Beweis dafür.
Ich, die ich ein sehr zurückgezogenes, ruhiges Leben ohne viele Ablenkungen führe, erlebte in den Tagen mit Euch sowohl im Außen, als auch im Innen so viele erstaunliche Dinge! Ich habe mich oft aus meiner, wie Hiekyoung es so treffend nannte in ihren Mogenstunden, Comfortzone herausgewagt und in diesem geschützten Rahmen, den Ihr mit Kompetenz, Klarheit und glaubwürdiger Freundlichkeit die ganze Woche gehalten habt, ist auch außerhalb meiner gemütlich- sicheren Comfortzone gar nichts Schlimmes passiert! Im Gegenteil. Ich habe viel über mich und auch über die „anderen“, gelernt.
Ich habe mich mit all den Menschen so wohl gefühlt und konnte mich mit ihnen und in ihrem Beisein sehr offen den Themen widmen, die ich alleine zu Hause nicht so gut hinbekommen hatte. Und ich durfte erfahren, wie erfrischend es mit einer Begleitung sein kann, wie tröstlich, unterstützend, inspirierend und vor allem: wie erhellend! Zu hören, was mein Gegenüber an Ideen für mich bereithält, in meinem Fall immer mit größtem Respekt und Einfühlungsvermögen, hat mich begeistert. Ich habe erkannt, dass ich, auch wenn ich meine Work sehr genau und intensiv mache, nicht im Stande bin, alleine alles zu entdecken, was es zu entdecken gibt. Jedoch konnte ich auch im Frieden gehen und sehen, selbst alleine bin ich mit der Work in Sicherheit und letztlich ist sie die Freundin und Mutter, ist sie die Trostspenderin und Retterin. Katie hat uns ja genau das auch mit ihrem eigenen Weg gezeigt.
Trotz allem. Ich habe euch so schätzen und ja, sogar lieben gelernt und ich vermisse euch auch jetzt fast jeden Tag. Nicht schmerzlich, sondern schön. Ich hatte die Möglichkeit, und zwar durch Euch, mit wundervollen Menschen in einem ganz eigenen Raum zu sein. Und das war eines der herrausragendsten Qualitäten in dieser Woche: die Menschen konnten sein, wie sie waren und ich habe Euch auch so erlebt, Ihr habt euch sein lassen, wie Ihr wart. Daraus ist jeden Tag Großes entstanden und es wurde so deutlich sichtbar: Klarheit gepaart mit ehrlicher, akzenptierender Freundlichkeit hat eine Kraft und ein Leben, dem sich nichts entziehen kann.
Die Pleni und die Wokshops waren so gut vorbereitet, die Themen genau richtig. Sie gingen direkt ins Herz.
So bleibt mir am Ende dieser Seite nur eines zu sagen: Vielen, vielen Dank für diese wertvollen und unvergesslichen Tage. Ich werde noch lange an den vielen Gedanken sitzen, die ich von Norddeutschland mit nach Hause gebracht habe und so immer wieder in dieser gemütlichen Halle mit all den liebenswerten Menschen sitzen, mit

denen ich so glücklich war. Eure Ylva

PS: Ich habe kürzlich ein Gedicht geschrieben, das, wie ich finde, gut passt. Ich schicke es mit und hoffe, es bereitet Euch Freude.

Monolog

Hab keine Angst, mein Kleines. Ist doch alles gut so, wie es ist.

Ist es das?

Hab keine Angst, mein Kleines. Ist doch nichts so, wie es scheint.

Ist das so?

Was, denkst du, würde wohl werden aus dir, verschwänden die Gedanken aus dem Leben wie die Träume aus dem Tag?

Was würde aus mir ...
Ich würde wohl sterben.
Dumpfer Verwirrung mich ergeben.

Lebendig sterben würdest du
und zum Leben erwachen zugleich, erwachen aus dem dumpfen Schlaf, den du dein Leben nennst.

Wie kann das sein?
Das ist nicht wahr.
Erwachen aus dem Alptraum?
Ich glaub schon lang nicht mehr daran. Der Alptraum ist das Leben.

Für dich ist klar:
Die Gedanken sind wichtig und wahr. Doch sind sie nicht Gefängnis dir, von Frieden und Freude keine Spur?

Das Leben selbst ist das Gefängnis,
es schenkt und nimmt, wie ́s ihm gefällt. Man kann sich niemals sicher wähnen und nichts ist da, was hilft.

Hab keine Angst, mein Kleines. Ist doch das Leben, das du meinst, nichts andres als ein Traum.

Ich weiß genau,
wo ich in meinen Träumen leide
und wo ich leidend lebe!
Du kannst mit deinen schönen Worten das Unglück nicht ins Dunkel heben.

Kennst du denn nicht,
auch wenn nur blass,
die Freiheit, die dich wild ergreift in der Erkenntnis bebend,
dass keine Angst mehr nötig ist, dass nichts so ist, wie es erscheint im düstern Film, der doch nur zeigt, was wir im Tiefsten glauben?

Deine Sprache ist mir fremd
und nein! Ich glaube, was ich sehe.
Real ist das, was sichtbar ist und das ist auch die Welt, die jeder Zeit und immer wieder
meiner Freiheit
machtvoll in den Weg sich stellt.

Sieh doch, mein Kleines,
die Freiheit selbst ist nicht, was kommt und geht. Du selbst bist, was sich Freiheit nennt.
Du selbst bist Licht und Weite.
Geh los, geh los in dich hinein,
von guten Mächten stets begleitet,
kannst immer tiefer in dir sein,
kannst niederreißen Stein um Stein
bis eines Tages sichtbar wird
für das es lohnt zu leben:
Du Selbst, du selbst,
bist all dein mächtger
Segen.

Ylva Rosenbaum

Danke - von Marianne Riedl

Vielen Dank, dass ihr mir mit diesem Bericht die Möglichkeit gebt meine Dankbarkeit auszudrücken:

Um euch erzählen zu können, wie es mir im Summercamp ergangen ist, muss ich mit meinem Bericht schon ein Jahr früher beginnen:

Und zwar hat alles ziemlich genau vor einem Jahr begonnen! Mein Vater starb letztes Jahr. Und in der Zeit vor seinem Tod beschenkte er uns alle in der Familie mit bedingungsloser Liebe und tiefem Frieden! Ich fühlte mich in dieser Zeit dem Himmel ganz nahe! Ich durfte in etwas einen Einblick bekommen, was ich bisher so in dieser Intensität noch nicht kannte! Ich spürte tiefste Dankbarkeit in mir und fühlte mich von dieser Erfahrung einfach nur getragen!

Nach und nach kehrte der Alltag wieder ein und mit ihm auch die Konflikte mit meiner Ursprungsfamilie und in meiner Partnerschaft! Ich musste schmerzhaft feststellen, dass ich den Schlüssel, um jemand anderen bedingungslos begegnen und lieben zu können nicht mehr greifbar hatte bzw. benutzen konnte!

Ich traf eine gute Freundin und erzählte von meiner Situation! Nach Hause vom Besuch kam ich mit Byron Katies „ Lieben was ist “, las es und begann zu worken!

Im Außen spitzte sich die Situation mehr und mehr zu! Ich stritt mit meinen Geschwistern, und die Konflikte mit meinem Freund, mit dem ich auch beruflich zusammenarbeite, wurden immer heftiger, bis für mich die absolute Spitze erreicht war, als mein Freud sich entschied, sich von mir trennen zu wollen!

Ich workte, workte und workte alles was in mir hochkam: Ich fühlte mich so im Stich gelassen von meinem Freund und alleine in meinem Leben mit meiner Mutter, die nun schon so alt ist, dass sie mehr und mehr Unterstützung braucht! Ich fühlte mich nicht im Stande, mich alleine um das große Haus zu kümmern, in dem ich mit meiner Mutter lebe und wusste auch nicht, wie man dies mit meinem ganz geringen Einkommen finanzieren könnte!

Nie hätte ich vor ein paar Monaten gedacht, als sich meine Lebenssituation für mich so dramatisch zuspitzte, dass ich hier beim Summercamp eine so intensive, schöne, nährende und berührende Zeit erleben würde!

Als ich in dieser schwierigen Phase entdeckte, dass man sich für ein Stipendium bewerben konnte und dies auch tat, konnte ich es gar nicht fassen und war überglücklich, als ich eure Zusage bekam! Ich fühlte mich beschenkt und getragen! Ich workte weiter und mein Leben wurde Schritt für Schritt positiver: Ich begann die Verantwortung für mein Leben mehr und mehr zu übernehmen!

Jetzt fühle ich mich beschenkt und sehe, dass es das Leben mit mir gut meint! Es ist mir gelungen in Verbindung mit meiner Familie und meinem Freund zu bleiben und mittlerweile habe ich das Gefühl, dass mich meine Familie unterstützt und dass auch mein Freund wieder auf mich zu zugeht! Wir arbeiten weiterhin zusammen und ich habe die Möglichkeit nun mehr zu arbeiten, sodass sich auch die finanzielle Situation entspannt! Und in mir wächst die Zuversicht, mich nun auch weiterhin in The Work zu vertiefen zu können!

Somit möchte ich Danke sagen für alles:

  • Danke für das „Dankbarkeitsprojekt“ am Morgen am Summercamp, das mich auf die Idee brachte, meinen Dank hier auf diese Weise auszudrücken!
  • Danke für alle, die meine Teilnahme am Summercamp ermöglicht haben!
  • Danke für den schönen Platz am See für mein Zelt!
  • Danke für den „Morgenspaziergang “, wo ich erleben konnte, wie ich darin immer tiefer und tiefer eintauchen und mich mit allem - auch mit dem, was ich bisher als hässlich oder abstoßend abgelehnt hatte - mehr und mehr verbunden fühlen konnte!
  • Danke für das gute Frühstück – vor allem für den Obstsalat, auf den ich immer Kokosette und Mandeln streute, und wodurch ich weitgehend auf Süßigkeiten verzichten konnte! (Das fehlt auch jetzt bei keinem Frühstück!)
  • Danke für die vielen wertvollen Anregungen im Plenum, und dass ich so Schritt für Schritt tiefer in das Worken eingeführt wurde!
  • Danke für die wertvollen Work – Erfahrungen, und dass ich mich mit jedem mit dem ich workte oder der mit mir workte mehr und mehr verbunden fühlte!
  • Danke für die Erfahrung, einen Wechsel in mir von Frieden, Freude und Glück zu spüren, wenn ich wieder etwas erkennen konnte und von Ungeduld, Unzufriedenheit, Traurigkeit und Schmerz, wenn sich in mir wieder ein Thema zeigte und zu erleben, dass ich immer mehr beginnen konnte dem Prozess des Workens zu vertrauen!
  • Danke für das sehr herrliche Mittagessen - es war so vielfältig, dass ich immer von allem etwas kosten und essen musste, sodass ich dann meist mehr als satt war!
  • Danke für die Workshops am Nachmittag aus denen ich frei wählen konnte (- am liebsten hätte ich sie alle gemacht)! Es eröffnete mir nochmals einen erweiterten Horizont für die Themen – Sucht, Schmerz, Verlust und Patchwork!
  • Danke dass ich meine Verlustangst bezüglich meines Partners worken konnte und dabei so viel Liebe und Dankbarkeit spüren konnte!
  • Danke dass ich im Sucht - Workshop meine eigene Sucht erkennen konnte, und dass ich die Erfahrung machen konnte, meinen Partner auch unabhängig von seiner Sucht annehmen zu können und es nicht von seinem Verhalten abhängig zu machen, ob ich ihn liebe oder nicht!
  • Danke dass ich erkennen konnte, dass der Schmerz, den ich in meinem Rücken spüre, mein Denken ist, dass schmerzt und dass das mir sehr hilft, dies auch mehr und mehr annehmen zu können und so meine Schmerzen nicht ständig ablehnen zu müssen.
  • Danke für den Patchwork – Workshop! Hier konnte ich erleben wie erheiternd und lustig die Work sein kann, als ich erkennen konnte, dass sich meine Überzeugung, dass meine Freund und seine Kinder ständig vor dem PC sitzen und dies nicht tun sollten so hartnäckig durch alle Bereiche, die wir untersuchten, zog, dass wir alle nur mehr lachen mussten und nicht mehr zu lachen aufhören konnten!
  • Danke auch für das gute Abendessen!! Wieder musste ich von allem kosten und essen und das, obwohl ich eigentlich noch satt war vom Mittagessen!
  • Danke für unsere Abendgruppe, wo ich das Gefühl hatte, dass wir uns in dieser kleinen Gruppe noch vertrauter werden konnten und ich mich auf eine Weise öffnete, wie ich in der großen Gruppe nicht getan hätte! Schön, was ich dadurch noch für Erfahrungen machen konnte!
  • Danke dass ich abends dann glücklich am Lagerfeuer sitzen oder, wenn noch Musik gemacht wurde, tanzen konnte!
  • Danke für die warme Atmosphäre des Camps! Ich war einfach bei mir unter all den vielen anderen und fühlte mich mit allem verbunden!
  • Danke für die Übung, bei der wir uns begegneten und in die Augen schauten ohne etwas sein zu wollen, oder der andere etwas sein soll, und ich in mir nur Liebe spüren konnte, die wie aus einer Quelle aus mir herausfließt!
  • Danke dass ich mit The Work den Schlüssel wieder gefunden habe, wie man zu Frieden und Verbindung wieder Zugang finden kann, und wie man sein Herz wieder öffnen und einfach (in) Liebe sein kann!
  • Danke!!!

Stipendium für das The Work Summer Camp

Ich war superglücklich, als ich erfuhr, dass ich ein Stipendium für das Summercamp erhalten habe. Je näher dann der Termin rückte, desto unruhiger wurde ich und die Angst vor dem Unbekannten nahm zu. Da gab es also Einiges zu “worken”.

Angekommen in Oberlethe wurde ich herzlich empfangen, an diesem wunderbaren Ort, das gab mir gleich Trost. Der Einstieg am ersten Abend mit der “Anleitung zum Glücklichsein” hat dann genau meine Ängste vor dem Versagen angesprochen und hantierbar gemacht: ‘Wenn ich mir selbst eine Freundin bin und für mich sorge, dann kann ich am Ende der Woche zufrieden gehen’. Die Kleingruppe, die sich dann am selben Abend gefunden hat, hat mir die ganze Woche viel Halt gegeben, nach kurzer Zeit eine vertraute Zuflucht, das war ganz wertvoll und wichtig zum Verdauen der Fülle von Erfahrungen. Ich war glücklich, dort auch sofort eine Frau getroffen zu haben, mit der ich mich austauschen und im Laufe der Woche inspirierende Gespräche führen konnte.

Neben den schönen Begegnungen mit so vielen tollen Menschen und der Möglichkeit Dinge zu teilen, für die ich mich abgrundtief schäme, habe ich mich gefreut, dass es mir gelungen ist, die Woche im Wohlklang mit mir selbst zu erleben und dass ich mir Hilfe geholt habe, als ich es brauchte und mich überfordert fühlte: So hatte ich enormen Stress damit, dass ich es nicht wage, in der Öffentlichkeit/ im Plenum zu sprechen, wo doch immer wieder dazu aufgefordert wurde. Sprechen, mich mitteilen, das war immer wieder Thema zum “worken”. Ich habe mein Problem, mich zu äussern, in den Workshops geteilt und es gewagt, von mir hören zu lassen. Auch kommt dann schnell die Überzeugung: ’das ist nicht genug’, so habe ich mich selbst nicht überschrien oder forciert, weil ich denke anders sein zu müssen. Ich blieb mir treu auf der Suche danach ‘authentisch’ zu ‘sein’. Nach dem schönen Satz aus einem Lied “....du musst nicht tanzen aber beweg’ dein Herz....”! Sehr beeindruckend fand ich dazu die erste öffentliche Rede einer Frau auf dem “Trau Dich Abend”, die mir aus der Seele gesprochen hat mit ihrer Geschichte, als einziges Kind aus intellektuellem Nest nicht die Karriereleiter erklommen zu haben und sich als Versager zu fühlen. Ich fand es unglaublich bekräftigend und tröstend, in dieser grossen Gruppe von Menschen, zu sehen, wie viele mit denselben Überzeugungen und Glaubenssätzen zu kämpfen haben, mit denen ich mich selbst klein mache und -halte.

Highlights waren für mich die Bewegungsangebote morgensfrüh von Hiekyoung, die Workshops ‘Bewegung und Begegnung’, das Worken zum Thema Arbeit und Geld und der Workshop ‘Dein Partner, dein Guru’. Dabei einem Mann aus der Gruppe mein worksheet vorzulesen, das meinem Partner gewidmet war, war sehr konfrontierend und lehrreich. Zu sehen, wie sehr ich mich in seinen Angelegenheiten bewege und denke das Recht auf meiner Seite zu haben. Die Anfüllung dazu war das Arbeiten zum Thema Geld und Schulden. Schmerzlich befreiend war es zu sehen, wie sehr ich meinen Partner dafür strafe, dass er Schulden gemacht hat, wie sehr ich es ihm heimzahle und mich dabei selbst so sehr verletze. “Holding on to anger is like drinking poison and expecting the other person to die”. In der Work darüber kam immer wieder der Begriff der Gnade: Ich möchte mir selbst gnädig sein, mich selbst nicht mehr bestrafen. Und ich möchte meinem Partner mit Gnade begegnen. Das war für mich sehr bewegend und heilsam.                                                               Ein Schlüsselerlebnis war für mich beim “Worken” daran zu rühren, was Byron Katie mit ‘The Work als Meditation’ gemeint haben könnte: Die Fragen wirken zu lassen und den inneren Prozessen zart und aufmerksam zu folgen, und dem mit Geduld zu begegnen, was sich in mir zeigen möchte, mir Zeit zu lassen. Hierbei fand ich es sehr wertvoll mit einer erfahreneren ‘Workerin’ arbeiten zu können. Wie es auch so schön in dem vorgetragenen Rilketekst beschrieben ist: “Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.”


Mein Summercamp 2016

Für mich war es ein großes Privileg am diesjährigen Summercamp teilnehmen zu können.
Nach einer 9 monatigen Reise, bei der ich als freiwillige Helferin tätig war, war mein Geld fast aufgebraucht. Die inneren Probleme jedoch, die ich mit meiner Zeit im Ausland - weg von allem - zu lösen glaubte, waren präsenter und schmerzhafter als je zuvor.

Was nun? Nach meiner Anfrage um ein Stipendium gab mir eine freundliche E-Mail Maritas, der engagierten Beauftragten des Stipendienprogramms, die Antwort. Bereits ab diesem Zeitpunkt begann das Summercamp auf mich zu wirken. Mit der Aussicht auf die baldige Work-Reise begann ich, mich auch selbstständig wieder intensiver mit der wirksamen Selbsthilfe-Technik zu beschäftigen.

Das Summercamp – ein langanhaltendes Erlebnis

Nach meiner Ankunft auf dem wunderschönen Gelände des Summercamp‘, staunte ich nicht schlecht über das riesige Setting und die unzähligen Teilnehmer, die von überall angereist kamen, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Noch nie hatte ich einem Event mit so vielen deutschsprachigen Workern beigewohnt. Für mich schien es, als würde eine jähe Kraft von der Menschengruppe ausgehen und als mir bewusst wurde, dass all diese Menschen die Work kennen und anwenden freute ich mich sehr und fühlte mich schnell wie zu Hause.

Die Summercamp-Tage bauten sich auf wie folgt:

Die Morgenaktivität

Ob lieber etwas ruhiger in den Tag starten, oder doch mit Bewegung - bei Angeboten wie der Bewegungsmeditation, dem Morning Walk oder einer Summmeditation war für jeden - ob Morgenmensch oder – muffel - etwas dabei. Hierbei fand ich besonders interessant, wie die Wahl des „Kurses“ meinen weiteren Tag über beeinflusste, sie mein Wohlbefinden steigern konnte – oder eben nicht. Ich beobachtete, wie entspannt und glücklich ich mich nach der Teilnahme an einer Gruppenaktivität fühlte und wie unruhig und gestresst ich, im Gegensatz dazu, nach einem einmaligen Morning Walk auf eigene Faust war.

Das Plenum

Nach einem reichhaltigen und köstlichen veganen Frühstücksbuffet (natürlich ohne Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken) ging es weiter mit dem Plenum. Geleitet wurde dieses von zwei, täglich wechselnden Lehrcoaches, die bestimmte Übungen für die Teilnehmer des Camp‘ anleiteten.
Eine, die bei mir besonders Wirkung zeigte, war folgende sehr einfache Aktivität; mithilfe eines „One-belief-at-a-time“-Worksheet und der angeführten Anleitung wurden wir aufgefordert, einen von uns gewählten Satz, für uns selbst, zu prüfen. Diese einfache Übung unterstützte mich sehr dabei, auch außerhalb der Plenum- und Workshop-Zeiten, stressige Gedanken zu prüfen.

Die Workshops

Auf die tägliche Mittagspause und einem leckeren Buffet folgte die Nachmittagsaktivität, ein Workshop, jeweils von ein oder zwei Lehrcoaches geleitet. Diese beinhalteten die verschiedensten Themen (Sucht, Beziehung, Karriere u.v.w.) und wechselten täglich.
Zusätzlich gab es für jene, die besonders viel Stress oder aber einfach Lust hatten, frei zu worken, auch diese Möglichkeit.

Die Abendgruppen

Abgeschlossen wurde der Tag mit den Abendgruppen, bei denen in Kleingruppen von etwa sieben Personen Erkenntnisse und Eindrücke des Tages, sowie der aktuelle Gefühlszustand geteilt werden konnten. Außerdem führten wir auch hier kleinere Übungen durch und es gab erneut eine Möglichkeit, Verschiedenstes im kleineren Rahmen zu teilen wie zum Beispiel seine „Schäm-Liste“ oder momentane bedrückende Gedanken, die einen belasteten.

Mein Resumé

Für mich war das Summercamp ein voller Erfolg. Ein Urlaub, aus dem ich viel Kraft tanken konnte und bis heute profitiere. Weiterhin begleiten mich einige Bekanntschaften, die ich beim Camp gemacht habe. Und „Begleiten“ meine ich wörtlich, da ich mich seit Ende des Summercamp an täglichen Work-Verabredungen übers Internet erfreue, bei denen ich abwechselnd anderen einen Rahmen für ihre „Works“ gebe und im Austausch selbst durch meine Arbeitsblätter geleitet werde.

Katja Hutterer

Eintauchen in die Work

Diese Woche auf dem Summer Camp hat mich stark inspiriert und ich spüre auch noch jetzt, wie sehr mich diese Woche geprägt hat!!! Natürlich war es harte Arbeit und zu Beginn der Woche rauschten mir die Gedanken nur so durch den Kopf. Aber ich habe alles mitgemacht und irgendwann war der Widerstand in meinem Kopf geschmolzen. Ich habe den Versuch aufgegeben den Gedankenstrom zu ordnen und konnte mich dem hingeben was da gerade passiert.

Eintauchen in die Work. Ich hatte bereits davor wertvolle Erfahrungen mit The Work gemacht und ich habe in dieser Woche The Work nochmal in einem viel größerem Umfang und Tiefe erleben dürfen. Mir fällt es schwer die richtigen Worte dafür zu finden für meine Empfindungen in dieser Woche. Ich habe mich sehr getragen, berührt und verbunden gefühlt, durch die Gruppe und zugleich habe ich mich ganz präsent als Mensch im Hier und Jetzt empfunden. Und das auch mit allem was mich manchmal so sehr belastet. Aber es durfte sein und ich hatte ja die Work als Werkzeug.

Außerdem war es eine wichtige Erfahrung mit so vielen unterschiedlichen Menschen zu worken. Dies ist eine Erfahrungen die ich so noch nicht hatte. Ehrlich gesagt habe ich mich nie so recht getraut „fremde“ Menschen anzurufen oder anzuskypen um mit Ihnen zu worken, obwohl ich von dieser Möglichkeit wusste. Diese Scheu hat sich durch das Camp ein für alle Mal gelegt!!! Jetzt im Alltag begleitet die Work mich weiterhin. Ich habe noch immer meinen Stress und meine Streitereien. Aber ich mache weiterhin die Work und vertraue auf den Prozess. Ich nehme etwas mehr Wachheit mit nach Hause und bin tatsächlich gespannt, mich in all den „Stress-Situationen“ die da täglich auf mich warten, wahrzunehmen um anschließend ein Arbeitsblatt darüber auszufüllen.

Ich danke Euch von Herzen, dass ihr mir diese Erfahrung durch das Stipendium ermöglicht habt und hoffe, dass noch viele andere dadurch erreicht werden.


Mein Erfahrungsbericht/Feedback zum Summer Camp 2013

Ich möchte mich zu Anfangs nochmal zutiefst bei euch Allen bedanken. Ich finde es gigantisch, dass ihr eure Idee mit dem Summer Camp umgesetzt habt und somit immer mehr Leute die Möglichkeit gebt, sich aus ihrem mehr oder weniger tiefen Leiden herauszuschälen und sich ein immer schöneres Leben ermöglichen zu können. Dafür bin euch zutiefst dankbar. Und äußerst dankbar bin ich, dass ich von euch das Stipendium bekommen habe.

Für mich war das Camp ein wunderschönes Erlebnis.

Mein Fazit ist einfach mal so zu formulieren:
Das Summer Camp war eine wunderbare Erfahrung. Es hat mir mehr als gedacht geholfen, um noch tiefer in die Work einzusteigen. Ich habe einige richtig tolle Erkenntnisse für mich gewonnen.
Ich konnte mir im Summer Camp echt richtig gut weiterhelfen und habe einige Gedanken gefunden, die mir nie bewusst waren und bei mir richtig viel Schmerz und Weinerlichkeit verursacht haben.
Es war einfach wunderschön, bewegend, voller Gefühle und voller neuer Freundschaften. Dass ihr mir diese Zeit ermöglicht habt ( natürlich habe ich mir das auch selbst) , bin ich euch total dankbar.