Erfahrungsbericht

Erfahrungsberichte einiger Stipendiaten

Danke - von Marianne Riedl

Vielen Dank, dass ihr mir mit diesem Bericht die Möglichkeit gebt meine Dankbarkeit auszudrücken:

Um euch erzählen zu können, wie es mir im Summercamp ergangen ist, muss ich mit meinem Bericht schon ein Jahr früher beginnen:

Und zwar hat alles ziemlich genau vor einem Jahr begonnen! Mein Vater starb letztes Jahr. Und in der Zeit vor seinem Tod beschenkte er uns alle in der Familie mit bedingungsloser Liebe und tiefem Frieden! Ich fühlte mich in dieser Zeit dem Himmel ganz nahe! Ich durfte in etwas einen Einblick bekommen, was ich bisher so in dieser Intensität noch nicht kannte! Ich spürte tiefste Dankbarkeit in mir und fühlte mich von dieser Erfahrung einfach nur getragen!

Nach und nach kehrte der Alltag wieder ein und mit ihm auch die Konflikte mit meiner Ursprungsfamilie und in meiner Partnerschaft! Ich musste schmerzhaft feststellen, dass ich den Schlüssel, um jemand anderen bedingungslos begegnen und lieben zu können nicht mehr greifbar hatte bzw. benutzen konnte!

Ich traf eine gute Freundin und erzählte von meiner Situation! Nach Hause vom Besuch kam ich mit Byron Katies „ Lieben was ist “, las es und begann zu worken!

Im Außen spitzte sich die Situation mehr und mehr zu! Ich stritt mit meinen Geschwistern, und die Konflikte mit meinem Freund, mit dem ich auch beruflich zusammenarbeite, wurden immer heftiger, bis für mich die absolute Spitze erreicht war, als mein Freud sich entschied, sich von mir trennen zu wollen!

Ich workte, workte und workte alles was in mir hochkam: Ich fühlte mich so im Stich gelassen von meinem Freund und alleine in meinem Leben mit meiner Mutter, die nun schon so alt ist, dass sie mehr und mehr Unterstützung braucht! Ich fühlte mich nicht im Stande, mich alleine um das große Haus zu kümmern, in dem ich mit meiner Mutter lebe und wusste auch nicht, wie man dies mit meinem ganz geringen Einkommen finanzieren könnte!

Nie hätte ich vor ein paar Monaten gedacht, als sich meine Lebenssituation für mich so dramatisch zuspitzte, dass ich hier beim Summercamp eine so intensive, schöne, nährende und berührende Zeit erleben würde!

Als ich in dieser schwierigen Phase entdeckte, dass man sich für ein Stipendium bewerben konnte und dies auch tat, konnte ich es gar nicht fassen und war überglücklich, als ich eure Zusage bekam! Ich fühlte mich beschenkt und getragen! Ich workte weiter und mein Leben wurde Schritt für Schritt positiver: Ich begann die Verantwortung für mein Leben mehr und mehr zu übernehmen!

Jetzt fühle ich mich beschenkt und sehe, dass es das Leben mit mir gut meint! Es ist mir gelungen in Verbindung mit meiner Familie und meinem Freund zu bleiben und mittlerweile habe ich das Gefühl, dass mich meine Familie unterstützt und dass auch mein Freund wieder auf mich zu zugeht! Wir arbeiten weiterhin zusammen und ich habe die Möglichkeit nun mehr zu arbeiten, sodass sich auch die finanzielle Situation entspannt! Und in mir wächst die Zuversicht, mich nun auch weiterhin in The Work zu vertiefen zu können!

Somit möchte ich Danke sagen für alles:

  • Danke für das „Dankbarkeitsprojekt“ am Morgen am Summercamp, das mich auf die Idee brachte, meinen Dank hier auf diese Weise auszudrücken!
  • Danke für alle, die meine Teilnahme am Summercamp ermöglicht haben!
  • Danke für den schönen Platz am See für mein Zelt!
  • Danke für den „Morgenspaziergang “, wo ich erleben konnte, wie ich darin immer tiefer und tiefer eintauchen und mich mit allem - auch mit dem, was ich bisher als hässlich oder abstoßend abgelehnt hatte - mehr und mehr verbunden fühlen konnte!
  • Danke für das gute Frühstück – vor allem für den Obstsalat, auf den ich immer Kokosette und Mandeln streute, und wodurch ich weitgehend auf Süßigkeiten verzichten konnte! (Das fehlt auch jetzt bei keinem Frühstück!)
  • Danke für die vielen wertvollen Anregungen im Plenum, und dass ich so Schritt für Schritt tiefer in das Worken eingeführt wurde!
  • Danke für die wertvollen Work – Erfahrungen, und dass ich mich mit jedem mit dem ich workte oder der mit mir workte mehr und mehr verbunden fühlte!
  • Danke für die Erfahrung, einen Wechsel in mir von Frieden, Freude und Glück zu spüren, wenn ich wieder etwas erkennen konnte und von Ungeduld, Unzufriedenheit, Traurigkeit und Schmerz, wenn sich in mir wieder ein Thema zeigte und zu erleben, dass ich immer mehr beginnen konnte dem Prozess des Workens zu vertrauen!
  • Danke für das sehr herrliche Mittagessen - es war so vielfältig, dass ich immer von allem etwas kosten und essen musste, sodass ich dann meist mehr als satt war!
  • Danke für die Workshops am Nachmittag aus denen ich frei wählen konnte (- am liebsten hätte ich sie alle gemacht)! Es eröffnete mir nochmals einen erweiterten Horizont für die Themen – Sucht, Schmerz, Verlust und Patchwork!
  • Danke dass ich meine Verlustangst bezüglich meines Partners worken konnte und dabei so viel Liebe und Dankbarkeit spüren konnte!
  • Danke dass ich im Sucht - Workshop meine eigene Sucht erkennen konnte, und dass ich die Erfahrung machen konnte, meinen Partner auch unabhängig von seiner Sucht annehmen zu können und es nicht von seinem Verhalten abhängig zu machen, ob ich ihn liebe oder nicht!
  • Danke dass ich erkennen konnte, dass der Schmerz, den ich in meinem Rücken spüre, mein Denken ist, dass schmerzt und dass das mir sehr hilft, dies auch mehr und mehr annehmen zu können und so meine Schmerzen nicht ständig ablehnen zu müssen.
  • Danke für den Patchwork – Workshop! Hier konnte ich erleben wie erheiternd und lustig die Work sein kann, als ich erkennen konnte, dass sich meine Überzeugung, dass meine Freund und seine Kinder ständig vor dem PC sitzen und dies nicht tun sollten so hartnäckig durch alle Bereiche, die wir untersuchten, zog, dass wir alle nur mehr lachen mussten und nicht mehr zu lachen aufhören konnten!
  • Danke auch für das gute Abendessen!! Wieder musste ich von allem kosten und essen und das, obwohl ich eigentlich noch satt war vom Mittagessen!
  • Danke für unsere Abendgruppe, wo ich das Gefühl hatte, dass wir uns in dieser kleinen Gruppe noch vertrauter werden konnten und ich mich auf eine Weise öffnete, wie ich in der großen Gruppe nicht getan hätte! Schön, was ich dadurch noch für Erfahrungen machen konnte!
  • Danke dass ich abends dann glücklich am Lagerfeuer sitzen oder, wenn noch Musik gemacht wurde, tanzen konnte!
  • Danke für die warme Atmosphäre des Camps! Ich war einfach bei mir unter all den vielen anderen und fühlte mich mit allem verbunden!
  • Danke für die Übung, bei der wir uns begegneten und in die Augen schauten ohne etwas sein zu wollen, oder der andere etwas sein soll, und ich in mir nur Liebe spüren konnte, die wie aus einer Quelle aus mir herausfließt!
  • Danke dass ich mit The Work den Schlüssel wieder gefunden habe, wie man zu Frieden und Verbindung wieder Zugang finden kann, und wie man sein Herz wieder öffnen und einfach (in) Liebe sein kann!
  • Danke!!!

Wie ich das Summer Camp erlebt habe

Zwei Wochen ist das Summercamp nun her. Wenn ich zurück blicke, erfüllt mich eine tiefe Dankbarkeit für diese Zeit. Ich hatte keine Vorstellung davon, was mich dort erwartet und das machte mich ganz schön nervös. Zum Glück stand mir eine liebe Freundin, die mich seit Beginn meiner Work Experience begleitet, motiviert und inspiriert, bei. Und so kam es, dass ich mich für ein Stipendium beworben hatte und mich in Ostfriesland auf dem Hof Oberlethe wieder fand.

Der Anreisetag zum Einfinden und Beschnuppern der Teilnehmer, dem Stuff und der Lehrcoaches kam mir sehr entgegen. Im abendlichen Plenum wurde das Rahmenprogramm vorgestellt. In den kommenden Tagen sollten wir uns nach dem Frühstück wieder zum Plenum einfinden. Nach der Mittagspause würden verschiedene Workshops zur Auswahl angeboten. Für die Frühaufsteher gäbe es vor dem Frühstück ein vielfältiges Programm mit Bewegung, Meditation und Klang.
Der Tagesausklang sollte in kleinen, von erfahrenen Coaches begleiteten Gruppen stattfinden. Eine der ersten Fragen, die in der Gruppe, der ich zugehörte gestellt wurde, war: " Was erwartet ihr oder wünscht ihr euch vom Summercamp? "
"Ich will mich zeigen." sprach es aus mir und ich dachte leicht panisch "Bitte was willst du???"Zurückrudern schien zwecklos und die Absicht war gesetzt. Was es heißen kann mich zu zeigen, anzuschauen und wahrzunehmen durfte ich in den darauf folgenden Tagen erfahren.

Eine Entdeckungsreise sondergleichen:
Inspirierende, tiefe, berührende Kontakte.
Energievolle, spaßige, liebevolle Begegnungen.
Verblüffende, erhellende, befreiende Erkenntnisse.
Erfahrungen und eine Stimmung, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Nährend und befriedend vielleicht.

Am Ende des Summercamp stand ich mit Marita - die sich um die Stipendien kümmert -und zwei weiteren Stipendiantinnen auf der Bühne. Mir war schlecht, ich hatte weiche Knie, meine Stimme brach. Ich hatte keinen blassen Schimmer von dem, was ich gleich sagen werde. Und ja, so habe ich mich im wahrsten Sinne des Wortes gezeigt.Für mich war das ein großer Schritt auf das Leben, die Menschen und mich selbst zu.

Dank des Stipendiums, dank der Menschen, die sich dafür stark machen, es fördern oder dafür spenden- dank der Lehrcoaches, dem Stuff und der Teilnehmer die das Summercamp überhaupt erst möglich machen, bekam ich die Chance diese so wertvolle und heilsame Zeit erleben zu dürfen.

Danke dafür - von ganzem Herzen.

Bettina

Bettina Mühlenz

Stipendium für das The Work Summer Camp

Ich war superglücklich, als ich erfuhr, dass ich ein Stipendium für das Summercamp erhalten habe. Je näher dann der Termin rückte, desto unruhiger wurde ich und die Angst vor dem Unbekannten nahm zu. Da gab es also Einiges zu “worken”.

Angekommen in Oberlethe wurde ich herzlich empfangen, an diesem wunderbaren Ort, das gab mir gleich Trost. Der Einstieg am ersten Abend mit der “Anleitung zum Glücklichsein” hat dann genau meine Ängste vor dem Versagen angesprochen und hantierbar gemacht: ‘Wenn ich mir selbst eine Freundin bin und für mich sorge, dann kann ich am Ende der Woche zufrieden gehen’. Die Kleingruppe, die sich dann am selben Abend gefunden hat, hat mir die ganze Woche viel Halt gegeben, nach kurzer Zeit eine vertraute Zuflucht, das war ganz wertvoll und wichtig zum Verdauen der Fülle von Erfahrungen. Ich war glücklich, dort auch sofort eine Frau getroffen zu haben, mit der ich mich austauschen und im Laufe der Woche inspirierende Gespräche führen konnte.

Neben den schönen Begegnungen mit so vielen tollen Menschen und der Möglichkeit Dinge zu teilen, für die ich mich abgrundtief schäme, habe ich mich gefreut, dass es mir gelungen ist, die Woche im Wohlklang mit mir selbst zu erleben und dass ich mir Hilfe geholt habe, als ich es brauchte und mich überfordert fühlte: So hatte ich enormen Stress damit, dass ich es nicht wage, in der Öffentlichkeit/ im Plenum zu sprechen, wo doch immer wieder dazu aufgefordert wurde. Sprechen, mich mitteilen, das war immer wieder Thema zum “worken”. Ich habe mein Problem, mich zu äussern, in den Workshops geteilt und es gewagt, von mir hören zu lassen. Auch kommt dann schnell die Überzeugung: ’das ist nicht genug’, so habe ich mich selbst nicht überschrien oder forciert, weil ich denke anders sein zu müssen. Ich blieb mir treu auf der Suche danach ‘authentisch’ zu ‘sein’. Nach dem schönen Satz aus einem Lied “....du musst nicht tanzen aber beweg’ dein Herz....”! Sehr beeindruckend fand ich dazu die erste öffentliche Rede einer Frau auf dem “Trau Dich Abend”, die mir aus der Seele gesprochen hat mit ihrer Geschichte, als einziges Kind aus intellektuellem Nest nicht die Karriereleiter erklommen zu haben und sich als Versager zu fühlen. Ich fand es unglaublich bekräftigend und tröstend, in dieser grossen Gruppe von Menschen, zu sehen, wie viele mit denselben Überzeugungen und Glaubenssätzen zu kämpfen haben, mit denen ich mich selbst klein mache und -halte.

Highlights waren für mich die Bewegungsangebote morgensfrüh von Hiekyoung, die Workshops ‘Bewegung und Begegnung’, das Worken zum Thema Arbeit und Geld und der Workshop ‘Dein Partner, dein Guru’. Dabei einem Mann aus der Gruppe mein worksheet vorzulesen, das meinem Partner gewidmet war, war sehr konfrontierend und lehrreich. Zu sehen, wie sehr ich mich in seinen Angelegenheiten bewege und denke das Recht auf meiner Seite zu haben. Die Anfüllung dazu war das Arbeiten zum Thema Geld und Schulden. Schmerzlich befreiend war es zu sehen, wie sehr ich meinen Partner dafür strafe, dass er Schulden gemacht hat, wie sehr ich es ihm heimzahle und mich dabei selbst so sehr verletze. “Holding on to anger is like drinking poison and expecting the other person to die”. In der Work darüber kam immer wieder der Begriff der Gnade: Ich möchte mir selbst gnädig sein, mich selbst nicht mehr bestrafen. Und ich möchte meinem Partner mit Gnade begegnen. Das war für mich sehr bewegend und heilsam.                                                               Ein Schlüsselerlebnis war für mich beim “Worken” daran zu rühren, was Byron Katie mit ‘The Work als Meditation’ gemeint haben könnte: Die Fragen wirken zu lassen und den inneren Prozessen zart und aufmerksam zu folgen, und dem mit Geduld zu begegnen, was sich in mir zeigen möchte, mir Zeit zu lassen. Hierbei fand ich es sehr wertvoll mit einer erfahreneren ‘Workerin’ arbeiten zu können. Wie es auch so schön in dem vorgetragenen Rilketekst beschrieben ist: “Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.”


Mein Summercamp 2016

Für mich war es ein großes Privileg am diesjährigen Summercamp teilnehmen zu können.
Nach einer 9 monatigen Reise, bei der ich als freiwillige Helferin tätig war, war mein Geld fast aufgebraucht. Die inneren Probleme jedoch, die ich mit meiner Zeit im Ausland - weg von allem - zu lösen glaubte, waren präsenter und schmerzhafter als je zuvor.

Was nun? Nach meiner Anfrage um ein Stipendium gab mir eine freundliche E-Mail Maritas, der engagierten Beauftragten des Stipendienprogramms, die Antwort. Bereits ab diesem Zeitpunkt begann das Summercamp auf mich zu wirken. Mit der Aussicht auf die baldige Work-Reise begann ich, mich auch selbstständig wieder intensiver mit der wirksamen Selbsthilfe-Technik zu beschäftigen.

Das Summercamp – ein langanhaltendes Erlebnis

Nach meiner Ankunft auf dem wunderschönen Gelände des Summercamp‘, staunte ich nicht schlecht über das riesige Setting und die unzähligen Teilnehmer, die von überall angereist kamen, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Noch nie hatte ich einem Event mit so vielen deutschsprachigen Workern beigewohnt. Für mich schien es, als würde eine jähe Kraft von der Menschengruppe ausgehen und als mir bewusst wurde, dass all diese Menschen die Work kennen und anwenden freute ich mich sehr und fühlte mich schnell wie zu Hause.

Die Summercamp-Tage bauten sich auf wie folgt:

Die Morgenaktivität

Ob lieber etwas ruhiger in den Tag starten, oder doch mit Bewegung - bei Angeboten wie der Bewegungsmeditation, dem Morning Walk oder einer Summmeditation war für jeden - ob Morgenmensch oder – muffel - etwas dabei. Hierbei fand ich besonders interessant, wie die Wahl des „Kurses“ meinen weiteren Tag über beeinflusste, sie mein Wohlbefinden steigern konnte – oder eben nicht. Ich beobachtete, wie entspannt und glücklich ich mich nach der Teilnahme an einer Gruppenaktivität fühlte und wie unruhig und gestresst ich, im Gegensatz dazu, nach einem einmaligen Morning Walk auf eigene Faust war.

Das Plenum

Nach einem reichhaltigen und köstlichen veganen Frühstücksbuffet (natürlich ohne Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken) ging es weiter mit dem Plenum. Geleitet wurde dieses von zwei, täglich wechselnden Lehrcoaches, die bestimmte Übungen für die Teilnehmer des Camp‘ anleiteten.
Eine, die bei mir besonders Wirkung zeigte, war folgende sehr einfache Aktivität; mithilfe eines „One-belief-at-a-time“-Worksheet und der angeführten Anleitung wurden wir aufgefordert, einen von uns gewählten Satz, für uns selbst, zu prüfen. Diese einfache Übung unterstützte mich sehr dabei, auch außerhalb der Plenum- und Workshop-Zeiten, stressige Gedanken zu prüfen.

Die Workshops

Auf die tägliche Mittagspause und einem leckeren Buffet folgte die Nachmittagsaktivität, ein Workshop, jeweils von ein oder zwei Lehrcoaches geleitet. Diese beinhalteten die verschiedensten Themen (Sucht, Beziehung, Karriere u.v.w.) und wechselten täglich.
Zusätzlich gab es für jene, die besonders viel Stress oder aber einfach Lust hatten, frei zu worken, auch diese Möglichkeit.

Die Abendgruppen

Abgeschlossen wurde der Tag mit den Abendgruppen, bei denen in Kleingruppen von etwa sieben Personen Erkenntnisse und Eindrücke des Tages, sowie der aktuelle Gefühlszustand geteilt werden konnten. Außerdem führten wir auch hier kleinere Übungen durch und es gab erneut eine Möglichkeit, Verschiedenstes im kleineren Rahmen zu teilen wie zum Beispiel seine „Schäm-Liste“ oder momentane bedrückende Gedanken, die einen belasteten.

Mein Resumé

Für mich war das Summercamp ein voller Erfolg. Ein Urlaub, aus dem ich viel Kraft tanken konnte und bis heute profitiere. Weiterhin begleiten mich einige Bekanntschaften, die ich beim Camp gemacht habe. Und „Begleiten“ meine ich wörtlich, da ich mich seit Ende des Summercamp an täglichen Work-Verabredungen übers Internet erfreue, bei denen ich abwechselnd anderen einen Rahmen für ihre „Works“ gebe und im Austausch selbst durch meine Arbeitsblätter geleitet werde.

Katja Hutterer

Eintauchen in die Work

Diese Woche auf dem Summer Camp hat mich stark inspiriert und ich spüre auch noch jetzt, wie sehr mich diese Woche geprägt hat!!! Natürlich war es harte Arbeit und zu Beginn der Woche rauschten mir die Gedanken nur so durch den Kopf. Aber ich habe alles mitgemacht und irgendwann war der Widerstand in meinem Kopf geschmolzen. Ich habe den Versuch aufgegeben den Gedankenstrom zu ordnen und konnte mich dem hingeben was da gerade passiert.

Eintauchen in die Work. Ich hatte bereits davor wertvolle Erfahrungen mit The Work gemacht und ich habe in dieser Woche The Work nochmal in einem viel größerem Umfang und Tiefe erleben dürfen. Mir fällt es schwer die richtigen Worte dafür zu finden für meine Empfindungen in dieser Woche. Ich habe mich sehr getragen, berührt und verbunden gefühlt, durch die Gruppe und zugleich habe ich mich ganz präsent als Mensch im Hier und Jetzt empfunden. Und das auch mit allem was mich manchmal so sehr belastet. Aber es durfte sein und ich hatte ja die Work als Werkzeug.

Außerdem war es eine wichtige Erfahrung mit so vielen unterschiedlichen Menschen zu worken. Dies ist eine Erfahrungen die ich so noch nicht hatte. Ehrlich gesagt habe ich mich nie so recht getraut „fremde“ Menschen anzurufen oder anzuskypen um mit Ihnen zu worken, obwohl ich von dieser Möglichkeit wusste. Diese Scheu hat sich durch das Camp ein für alle Mal gelegt!!! Jetzt im Alltag begleitet die Work mich weiterhin. Ich habe noch immer meinen Stress und meine Streitereien. Aber ich mache weiterhin die Work und vertraue auf den Prozess. Ich nehme etwas mehr Wachheit mit nach Hause und bin tatsächlich gespannt, mich in all den „Stress-Situationen“ die da täglich auf mich warten, wahrzunehmen um anschließend ein Arbeitsblatt darüber auszufüllen.

Ich danke Euch von Herzen, dass ihr mir diese Erfahrung durch das Stipendium ermöglicht habt und hoffe, dass noch viele andere dadurch erreicht werden.


Mein Erfahrungsbericht/Feedback zum Summer Camp 2013

Ich möchte mich zu Anfangs nochmal zutiefst bei euch Allen bedanken. Ich finde es gigantisch, dass ihr eure Idee mit dem Summer Camp umgesetzt habt und somit immer mehr Leute die Möglichkeit gebt, sich aus ihrem mehr oder weniger tiefen Leiden herauszuschälen und sich ein immer schöneres Leben ermöglichen zu können. Dafür bin euch zutiefst dankbar. Und äußerst dankbar bin ich, dass ich von euch das Stipendium bekommen habe.

Für mich war das Camp ein wunderschönes Erlebnis.

Mein Fazit ist einfach mal so zu formulieren:
Das Summer Camp war eine wunderbare Erfahrung. Es hat mir mehr als gedacht geholfen, um noch tiefer in die Work einzusteigen. Ich habe einige richtig tolle Erkenntnisse für mich gewonnen.
Ich konnte mir im Summer Camp echt richtig gut weiterhelfen und habe einige Gedanken gefunden, die mir nie bewusst waren und bei mir richtig viel Schmerz und Weinerlichkeit verursacht haben.
Es war einfach wunderschön, bewegend, voller Gefühle und voller neuer Freundschaften. Dass ihr mir diese Zeit ermöglicht habt ( natürlich habe ich mir das auch selbst) , bin ich euch total dankbar.